Twistetal skeptisch beim Grenzlandtrail

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Radtorusiten verschlägt es häufig an die Waldecker Seen, wie hier den Twistesee. Aber auf dem Höhenrücken zwischen Berndorf und Ober-Waroldern gibt es keine touristischen Highlights.

Twistetal. Am Grenzlandtrail, der Waldeck-Frankenberg ein weiteres touristisches Highlight bescheren soll, will sich die Gemeinde Twistetal nur dann finanziell beteiligen, wenn der schmale Mountainbike-Pfad auch tatsächlich das Gemeindegebiet in nennenswerter Weise durchquert. Das ist das Ergebnis der Beratungen in den Ausschüssen des Gemeindeparlamentes.

Nach den bisher vorliegenden Plänen streift der Grenzlandtrail die Gemeinde Twistetal nur marginal auf dem Höhenrücken zwischen Berndorf und Ober-Waroldern. Dabei werden keine touristischen Einrichtungen und keine Gasthäuser berührt. Auch in den Wegebeschreibungen der Planer kommt der Begriff Twistetal nur in der Position Kostenbeteiligung vor. Hier ist mit einem Startbetrag von 5800 Euro die Rede, der auf jährlich 13.000 Euro ansteigen soll.

Der SPD-Gemeindevertreter Rolf Rauschkolb gab zu bedenken: „Wir kämpfen seit Jahren um den Erhalt unserer Feldwege und haben dafür jedes Jahr viel zu wenig Geld zur Verfügung. Und dann sollen wir Geld für diesen neuen Weg ausgeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer dieser Mountainbiker bei uns in der „Post“ einkehrt.“

Dagegen argumentierte der CDU-Gemeindevertreter Rolf Jäger, der Weg könne ja auch von den eigenen Bürger genutzt werden. Mountainbike-Fahren sei der neue Skilanglauf geworden.  

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