Twistetaler Brandschützer ziehen erstmals online Bilanz

Twistetaler Feuerwehren am Bildschirm vereint

Screenshot einer Videoeinblendung von der Online-Tagung der Twistetaler Feuerwehren.
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Jahresrückblick online verbreitet: Gemeindejugendfeuerwehrwart Thomas Wittenburg und seine Stellvertreterin Theresa Grebe präsentierten bei der Online-Jahreshauptversammlung der Twistetaler Feuerwehren.

Die Feuerwehren der Großgemeinde Twistetal haben erstmals eine Online-Jahreshauptversammlung abgehalten. Mit kurzen Videoeinspielungen gaben der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Marc Wäscher, die Jugendfeuerwehrwarte Thomas Wittenburg und Theresa Grebe ihre Jahresberichte ab.

Twistetal - Auch Bürgermeister Stefan Dittmmann übermittelte seine Grußworte auf digitalem Wege. Der Rathauschef bedauerte, dass ein Großteil des Ausbildungsbetriebes nicht möglich war. Dennoch sei die Einsatzbereitschaft ganzjährig aufrecht erhalten worden. Viele Einsätze hätten abgearbeitet werden müssen. Das sei eine große Leistung.

Aus dem Bericht des Gemeindebrandinspektors Stefan Rößner geht hervor, dass die Twistetaler Feuerwehren 13 Brandeinsätze zu absolvieren hatten. In sieben Fällen musste technische Hilfe geleistet werden, in drei Fällen gab es Alarm aus Brandmeldeanlagen (BMA), einmal löste ein Rauchwarnmelder aus und rief die Feuerwehren auf den Plan.

Letzter Einsatz bei Firma Wilke

Am 30. April rief die BMA der Firma Wilke in Berndorf zum letzten Mal die Feuerwehr auf das Gelände in der Korbacher Straße. Zwei Stunden später wurde der Strom in der Fabrik abgeschaltet.

Die Feuerwehr Gembeck konnte im Februar aus der Kasse des Kameradschaftsvereins ein gebrauchtes Mannschaftstransportfahrzeug MTF anschaffen. Der Umbau erfolgte in Eigenleistung.

Keine Zeltlager, keine Wettkämpfe

Die Twister Wehr hatte sich den Umbau des neuen Gerätewagens GW-L vorgenommen, der allerdings immer noch nicht abgeschlossen ist. Jede Wehr wurde im abgelaufenen Jahr einzeln zu einer Alarmübung unter Corona-Bedingungen alarmiert. Von jeder Wehr musste dabei eine eingeklemmte Person aus einem Pkw gerettet werden.

Aktuell besteht die Jugendfeuerwehr Twistetal aus 57 Jungen und 40 Mädchen, die sich über alle sieben Ortsteile verteilen. Gemeinsame Übungen waren wegen der Corona-Pandemie kaum möglich. Die für April geplante Übung aller Twistetaler Jugendfeuerwehren und das Kreiszeltlager konnten ebenso wenig stattfinden wie das Gemeindezeltlager. So musste viel improvisiert werden.

Video-Adventskalender

Die Jugendfeuerwehren fingen ab Dezember an über die entsprechenden Medien Jugendfeuerwehr digital zu machen. So hielt beispielsweise die Jugendfeuerwehr Elleringhausen-Gembeck ihren wöchentlichen Übungsdienst online ab und versuchte Feuerwehrthemen anhand von kurzen Präsentationen zu vermitteln. Die Jugendfeuerwehr Berndorf gestaltete im Dezember einen Adventskalender, indem sie den Jugendlichen jeden Tag eine kurze Videobotschaft zuschickte.

Immerhin konnten fast alle Jugendfeuerwehren an der digitalen Jugendfeuerwehrolympiade der Kreisjugendfeuerwehr teilnehmen. Der im November geplante Gemeindejugendfeuerwehrtag mit den Knotenwettkämpfen musste allerdings abgesagt werden. (Elmar Schulten)

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