Kirche will Gebäude loswerden

Viel Geld für Kindergarten Mühlhausen nötig

Die Zukunft des evangelischen Kindergartens in Mühlhausen wird derzeit diskutiert. Unser Bild entstand bei der Besichtigung durch den Bauausschuss Twistetal mit Vertretern von Kindergartenzweckverband und Kirche.
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Die Zukunft des evangelischen Kindergartens in Mühlhausen wird derzeit diskutiert. Unser Bild entstand bei der Besichtigung durch den Bauausschuss Twistetal mit Vertretern von Kindergartenzweckverband und Kirche.

Eine Debatte über die Standorte der Kindergärten in Twistetal hat begonnen. Die Gremien müssen über hohe Investitionen entscheiden.

Twistetal-Mühlhausen – Soll die Gemeinde Twistetal das aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude des Kindergartens Mühlhausen von der Kirchengemeinde kaufen und für die weitere Betreuung von Kindern sanieren und ausbauen? Der Bauausschuss nahm das Fachwerkgebäude in Augenschein.

Kirche braucht Haus nicht mehr

Für den Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde machte Heiko Emde gleich deutlich, dass die Kirche sich von dem Bauwerk trennen wolle, eine Sanierung könne die Gemeinde nicht finanzieren. Der Kirchenkreis habe das Gebäude aus dem Bedarfsplan gestrichen, der Gemeinderaum wird vom Kindergarten genutzt.

Die Kosten dafür bezifferte Architekt Henning Schütt auf der Basis einer Bestandsaufnahme mit 500 000 Euro, wobei sich die Kosten durch Verzicht von Renovierungen von Fachwerk und Fenstern senken ließen.

Eine Gruppe fast voll

In der jüngsten Sitzung bekräftigen Gemeindevertreter, dass sie den Kindergarten neben der Kirche von Mühlhausen erhalten wollen. Momentan sind von den 20 Plätzen 17 belegt, wie Pfarrer Christian Rehkate, Vorstand des evangelischen Kindergartenzweckverbandes, erklärte.

Ausschussvorsitzender Jörg Marpe (FDP) äußerte sich „positiv überrascht“ von dem Zustand des Fachwerkhauses.

Fördermittel benötigt

Im Gespräch ist indessen auch ein Neubau in Berndorf. Ob dann noch in Mühlhausen Plätze angeboten werden, hängt von der Finanzierung mithilfe von Fördermitteln des Bundes, des Landes und des Landkreises ab.

Nach Auskunft von Bürgermeister Stefan Dittmann sind die Bundesmittel inzwischen aufgebraucht. Andere Kommunen im Landkreis hätten sich ebenfalls vergeblich um Fördermittel des Bundes bemüht.

Die Diskussion über die Entwicklung der Kindergärten wird in den Gremien fortgesetzt. (Von Armin Haß)

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