Wald hat Funktionen für Klima- und Artenschutz und kann dennoch Ertrag bringen

Waldbesitzer wollten mit der Ministerin  dicke Bretter bohren

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Ministerbesuch bei den Waldbesitzern: (von links) Karl Fischer vom Waldeckischen Waldbesitzerverband, Umweltministerin Priska Hinz und der Präsident des hessischen Waldbesitzerverbands, Michael Freiherr von der Tann.

Twistetal-Mühlhausen. Dicke Bretter hatten die Privatwaldbesitzer aus Waldeck-Frankenberg  bei ihrer Jahrestagung im Mühlhäuser Gasthaus Kiepe zu bohren.

Aus Sicht von Umweltministerin Priska Hinz ging es um die Frage, wie die hessischen Wälder in Zukunft aussehen müssen, wenn sie dem Klimawandel widerstehen und möglichst vielen Arten ein Zuhause geben sollen.

 Die Waldbesitzer jedoch wollten vor allem die Frage diskutieren, warum das Land auf eine Zertifizierung der Waldbewirtschaftung nach den Richtlinien von FSC drängt, wo doch das PEFC-Zertifikat auch schon nachhaltige Forstwirtschaft vorsehe. Die FSC-Standards seien aber strenger, so die Ministerin.

Außerdem müssten sich die Holzproduzenten nach den Anforderungen des Marktes richten. Und aus Sicht ihres Ministeriums werde langfristig eher das FSC-zertifizierte Holz nachgefragt.

Zum Beweis führte die Ministerin das weltweit operierende Möbelhaus IKEA an, das künftig nur noch Möbel aus FSC-zertifiziertem Holz verkaufe. „Sie können sich als Waldbesitzer gerne anders zertifizieren“, so die Ministerin, aber das Land Hessen habe für seine Staatsforsten eine andere Entscheidung getroffen.

Wie sich der Streit um die richtigen Zertifikate auch auf den Haushalt der Stadt Lichtenfels auswirken, das schilderte Bürgermeister Uwe Steuber in Mühlhausen.

Details können sie in der gedruckten Ausgabe der WLZ am Sonnabend nachlesen.

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