Twistetaler Bürgermeister Stefan Dittmann vor der Wahl am 28. Oktober

Wie gelingt der Spagat zwischen Rathaus und Familie?

Wir sind die Dittmanns: Familie Dittmann mit den Kindern Ida (4), Nora (9) und Lutz (11 ) sowie Nina und Stefan Dittmann, seit April 2013 Bürgermeister der Gemeinde Twistetal. Foto: Elmar Schulten

Twistetal. Einblick in sein Familienleben gibt der Twistetaler Bürgermeister Stefan Dittmann. Er ist der einzige Kandidat für die Wahl des Rathasuchefs am 28. Oktober.

 Vater, Mutter, drei Kinder. Eine echte Vorzeigefamilie. Die Dittmanns wohnen am Ortseingang von Twiste unmittelbar an der Bundesstraße und dem Bahnübergang. Aber ihr Grundstück hat einen unschlagbaren Vorteil: den direkten Zugang zum Bachlauf der Twiste. Klar, dass jeder Twister schon einmal in der Twiste gelegen hat.

Darum kümmert er sich

Seit fünfeinhalb Jahren ist Stefan Dittmann Bürgermeister der Großgemeinde Twistetal und am Sonntag, 28. Oktober, tritt er als einziger Kandidat zur Wiederwahl an. Als junger Familienvater hat er sich Politik für junge Familien auf die Fahnen geschrieben.

So wundert es nicht, dass die Kindergärten in Twiste und Berndorf für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren erweitert wurden. Die verlängerten Öffnungszeiten sind für Familien maßgeschneidert, in denen beide Eltern arbeiten.

So verbinden sich die Ämter

Schon vor seiner Wahl war Dittmann Vorsitzender des Sportvereins TSV Twiste und seine Frau Nina ist quasi im TSV groß geworden. Heute leitet sie das U8-Training. Zu den Höhepunkten des Vereinslebens gehört seit 40 Jahren das Trainingslager in Holland. 

Seit zehn Jahren ist Stefan Dittmann mit dabei: „Eine herrliche Sache. Da fahren in der Woche vor Ostern immer viele Familien aus Twiste mit und bereiten sich auf die Leichtathletiksaison vor. Abgesehen vom sportlichen Effekt ein wertvolles Angebot für Familien mit Kindern. Das stärkt das Zusammenleben im Dorf.

Gespür für die Menschen

Als Bürgermeister einer kleinen Landgemeinde muss Dittmann ein besonderes Gespür für das Zusammenleben auf den Dörfern haben. Freibad, Kneipe, Kindergarten. All das gehört ins Dorf. Außerdem Baugebiete für junge Familien. All das und noch viel mehr erfährt der Bürgermeister bei den Ortsbeitratssitzungen, die er regelmäßig besucht.

 Hier kann er Stimmungen, Sorgen und Wünsche aufnehmen. „Deshalb muss ich jetzt kurz vor der Wahl auch nicht schnell über die Dörfer ziehen. Ich war all die Jahre ständig vor Ort und jeder hat ständig Gelegenheit, mich anzusprechen.“

So läuft der Wahlkampf

So kommt es, dass es im Bürgermeisterwahlkampf, der mit einem einzigen Kandidaten naturgemäß kein richtiger Wahlkampf sein kann, bisher nur eine einzige Wahlveranstaltung mit Stefan Dittmann gab: Ausgerechnet die Grünen hatten den von der FDP getragenen Kandidaten zum Gespräch eingeladen.  

 20 Bürger kamen nach Berndorf und nutzten die Gelegenheit, Dittmann auf die fehlende Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Berndorf hinzuweisen. Hier ist der Bürgermeister streng genommen gar nicht zuständig, sicherte aber zu, an einem „Betreuungsgipfel“ teilzunehmen, wenn die Eltern das wünschten.

Ansprechpartner für alle Bürger

Als Bürgermeister ist Dittmann Ansprechpartner für alle Bürger mit all ihren Problemen. „Die Leute rufen an, wenn ihre Mülltonne nicht entleert wurde, oder wenn das Wasser wegen einer Baustelle abgestellt wurde. Ich bin zuständig für die Kläranlage und für jeden Gullideckel.“

 „Papa ist ein prima Bürgermeister“, kommentiert Töchterchen Nora. Und man nimmt ihr ab: Der Bürgermeister ist bestimmt auch ein prima Papa.

Dann sind alle am Tisch

Um 5.45 Uhr rappelt bei den Dittmanns der Wecker. „Das gemeinsame Frühstück ist uns wichtig“, sagt Stefan Dittmann und Ehefrau Nina ergänzt: „das ist an vielen Tagen die einzige Zeit, zu der wir alle gemeinsam im Haus sind.“ 

Der Papa bringt Ida zum Kindergarten und Nora zur Schule. Alleine gehen wäre zwar aufgrund der kurzen Wege möglich, aber der starke Verkehr an der Bundesstraße zwingt zur doppelten Vorsicht. Lutz fährt mit dem Zug zur Kaulbach-Schule nach Arolsen und Mama Nina arbeitet halbtags bei Hewi. Sie sorgt für das warme Mittagessen und managt die Nachmittagsaktivitäten der Kinder: Handballtraining in Mühlhausen, Kinderturnen in Twiste, und, und, und.

Das bereitet Freude

 Als Bürgermeister hat Dittmann seinen 38-Stunden-Job bei der Agentur für Arbeit gegen eine 60-Stunden-Vollzeit-Beschäftigung eingetauscht: Viele Abendsitzungen, Gremienberatungen und Bürgergespräche. „Aber genau das bereitet mir Freude. Ich bin gerne für die Gemeinde und ihre Bürger da und freue mich auf weitere sechs Jahre als Bürgermeister von Twistetal.“

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