Vier von fünf Fraktionen drängen Bürgermeister zum Handeln

Entwicklungspotenzial in Berndorf: Wilke-Gelände umnutzen

Luftbild von Berndorf, einem Ortsteil der Gemeinde Twistetal. Mitten im Dorf dominiert das klotzige Produktionsgebäude der früheren Wurstwarenfabrik Wilke.
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Seit dem Wilke-Skandal ein städtebauliches Problem: Mitten in der Ortslage von Berndorf wartet eine 3,5 Hektar großes Industriebrache darauf, abgerissen und sinnvoll verwendet zu werden.

in einer gemeinsamen Entschließung setzen sich die Twistetaler CDU, die SPD, Grüne und Wählergemeinschaft (WGT) sich für Umnutzung des Wilke-Geländes ein und drängen Bürgermeister Stefan Dittmann und seine Verwaltung, aktiv zu werden.

Twsitetal-Berndorf - Seit der Schließung der Firma Wilke Wurstwaren im Oktober vergangenen Jahres stehen die Räumlichkeiten des insolventen Unternehmens in der Berndorfer Ortsmitte leer. Die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und WGT im Twistetaler Gemeindeparlament setzen sich für eine zielführende Umnutzung des Geländes ein - und fordern ein schnelles und aktives Handeln des Bürgermeisters Stefan Dittmann.

Ziel müsse die Erstellung einer Machbarkeitsstudie sein, die alle Möglichkeiten der Folgenutzung des rund 3,5 Hektar großen Areals auslote. „Wir fordern den Bürgermeister auf, ein Planungsbüro zu beauftragen, das neben einer städtebaulichen Idee die Abrisskosten schätzt und mögliche Belastungen des Geländes identifiziert“, so die Fraktionsvorsitzenden Ralph Backhaus (SPD), Christoph Dietzel (CDU), Ilka Deutschendorf (GRÜNE) und Hartmuth Schiller (WGT). Darüber hinaus müsse Kontakt mit dem Insolvenzverwalter aufgenommen werden. „Wir möchten Bewegung in die Sache bringen.“

Untertützung des Landkreises einfordern

Zuvor hatte die Gemeinde Twistetal bereits versucht, sich im Rahmen der Baulandoffensive des Landes Hessen um Fördermittel zu bewerben. Das Programm ziele jedoch in erster Linie darauf ab, Kommunen mit gravierendem Wohnraummangel zu unterstützen, der auf Twistetal wegen sinkender Einwohnerzahlen in allen Ortsteilen nicht zutreffe.

Im Haushalt der Gemeinde Twistetal seien die Mittel für die angestrebte Machbarkeitsstudie vorhanden, die auch Landrat Dr. Reinhard Kubat unterstützt, argumentieren die Kommunalpolitiker. CDU, SPD, Grüne und WGT fordern, dass Bürgermeister und Verwaltung aktiv werden und über den Stand der Dinge monatlich an das Gemeindeparlament berichten.

Gelände hat Entwicklungspotenzial

„Wir möchten den Prozess aktiv begleiten“, so die Fraktionsvorsitzenden übereinstimmend. „Denn das große Gelände inmitten von Berndorf und in unmittelbarer Nähe zur Kreisstadt Korbach kann bei entsprechender Planung eine Aufwertung für die Region darstellen.“  red

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