23 Grundstücke erschließen

Suche nach Erdwärme für neues Baugebiet in Berndorf

Für eine Million Euro wird das neue Baugebiet Erlengrund in Berndorf erschlossen. Unser Bild zeigt, von links: Andre Vicente (Ingenieurbüro Gröticke und Partner), Polier Rainer Jenny, Bauamtsleiter Matthias Lippe, Wassermeister Heinz Krouhs, Bauleiter Gerald Pieper-Block und Bürgermeister Stefan Dittmann.
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Für eine Million Euro wird das neue Baugebiet Erlengrund in Berndorf erschlossen. Unser Bild zeigt, von links: Andre Vicente (Ingenieurbüro Gröticke und Partner), Polier Rainer Jenny, Bauamtsleiter Matthias Lippe, Wassermeister Heinz Krouhs, Bauleiter Gerald Pieper-Block und Bürgermeister Stefan Dittmann.

Für eine Million Euro lässt die Gemeinde Twistetal das neue Baugebiet Erlengrund Berndorf mit insgesamt 23 Wohnbaugrundstücken erschließen.

Twistetal-Berndorf – Das Projekt ist das Größte in diesem Jahr. Das Investitionsvolumen der kleinen Gemeinde zwischen der Kreisstadt Korbach und dem Mittelzentrum Bad Arolsen beträgt insgesamt gerade zwei Millionen Euro, wie Bürgermeister Stefan Dittmann deutlich macht. Die Kommune will aber für ansiedlungswillige junge Familien attraktiv bleiben und weist unter anderem in Berndorf mehr neue Baugrundstücke aus.

Das sind Vorzüge

Das Baugebiet Erlengrund bietet nach den Worten von Bürgermeister Dittmann den Vorzug der guten Anbindung an die Bundesstraße, die ruhige Lage an einem leicht geneigtem Südhang mit Blick auf Wiese und Wald und die Nähe zu dem Freibad.

Für die Erschließung ist die Baufirma Pieper gegenwärtig damit beschäftigt, die künftigen Straßen Zum Harpenscheid und Vor dem Stuken zunächst als Baustraßen herzurichten, 600 Meter Kanal und 250 Meter Wasserleitung zu verlegen. Im gleichen Zuge werden Gas- und Telekom-Leitungen verlegt. Damit kann das Baugebiet mit Speednet versorgt werden.

Erneuerbare Energien

Das Baugebiet in Ortsrandlage wird in einem Teil Versuchsgebiet für die Anwendung von erneuerbaren Energien. So hat die Gemeinde mit der Landesnetzagentur ein Modellprojekt vereinbart, bei dem versuchsweise eine 100 Meter tiefe Bohrung niedergebracht wird, um die Möglichkeiten der Nutzung von Erdwärme zu erkunden.

Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dieser Bohrung sollen Häuslebauer dann beurteilen, ob für sie ebenfalls die Nutzung von Erdwärme in Frage kommen könnte.

Verkauf ab 2022

Die Erschließung des Baugebietes soll zum Jahresende abgeschlossen werden. Anfragen gibt es bereits, der Verkauf der Grundstücke beginnt nach Auskunft von Dittmann jedoch erst 2022.

Im Zusammenhang mit der Erschließung stehen Bauarbeiten im Zuge der Bundesstraße. Dort wird durch eine Spülbohrung, die ein Aufreißen der Straße erspart, die Wasserleitung auf einer Länge von 170 Meter auf das nötige Maß verstärkt, damit auch das Neubaugebiet zuverlässig versorgt werden kann. (Armin Haß)

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