Marco Haselkamp ist seit Jahrzehnten Unterstützer - Mitglied im Kerpener Fanclub

Zum Schumi-Geburtstag: Twister Fan gibt Fernsehinterviews

+
Marco Haselkamp beim Interview mit einem Fernsehteam. Im Hintergrund Rennanzüge und ein Bolide von Schumacher.

Twiste/Köln - Als er vier Jahre alt war, hat Marco Haselkamp zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen im Fernsehen verfolgt, als er acht war, hat er erstmals Michael Schumacher im Rennwagen gesehen. Seitdem hat ihn die Leidenschaft gepackt. Haselkamp, geborener Trotte, ist eingefleischter Schumi-Fan. Zu dessen 50. Geburtstag hat der Twister jetzt zahlreiche Interviews gegeben.

Formel-1-Boliden, Karts, unzählige Pokale, Helme und Rennanzüge: Die private Kollektion von Michael Schumacher in der Motorworld Köln war der Rahmen für die Interviews mit Sendern wie Sky Sport, WDR und Sat.1. Am Tag vor dem runden Geburtstag der Rennfahrerlegende standen gleich mehrere Mitglieder des Kerpener Fanclubs Rede und Antwort.

Reiner Ferling, Vorsitzender des Fanclubs und „größter Schumi-Fan Deutschlands“, ist derzeit im Urlaub und gibt dort zahlreiche Interviews. Sabine Kehm, Managerin von Schumacher, hatte deshalb angefragt, ob einige Fans in Deutschland Interviews geben würden. Und die wollten, unter anderem Marco Haselkamp. Zwischen dem offiziellen Club und der Schumacher-Familie gebe es eine besondere Bindung, sagt Haselkamp. Er ist zwar erst seit gut sieben Jahren Mitglied im Fanclub, ist aber bereits seit vielen Jahren mit dem Vorsitzenden Ferling befreundet, dessen Frau aus Waldeck kommt.

Mehrere Stunden lang wurden immer wieder Interviews aufgezeichnet, immer wieder Fragen wiederholt und die Antworten neu aufgenommen, mal an diesem Standort, mal an jenem. Die Fans sollten von besonderen Momenten in Schumis Karriere erzählen, von seinen Meilensteinen, seinem Sohn Mick Schumacher und nicht zuletzt ging es auch um den schweren Skiunfall vor fünf Jahren. „Der Unfall war ein einschneidendes Erlebnis“, sagt Haselkamp. „Ich war fassungslos, habe die ganze Nacht vor dem Fernseher gesessen und alle Infos aufgesaugt.“

Rede und Antwort stand Marco Haselkamp in der Motorworld Köln, hier dem Team von Sky Sport.

Dass es seit Jahren kaum Informationen über den Gesundheitszustand des Formel-1-Piloten gibt, finden er und die anderen Mitglieder des Fanclubs absolut in Ordnung. „Wir sind natürlich betroffen, stehen aber voll hinter dem Vorgehen der Familie. Nur, weil wir Fans sind, haben wir kein Recht an seiner Privatsphäre.“

Am Tag von Schumachers Geburtstag ging es für den 36-Jährigen gleich weiter mit einer Aufzeichnung fürs Fernsehen. Für Sat.1 sollte er sich die neue Schumacher-App anschauen und aus Sicht eines Fans bewerten.

Anhänger des Rennfahrers ist der Twister seit Jahrzehnten. Als er mit acht Jahren das erste Rennen Schumachers verfolgte, „habe ich gemerkt, wie meine Familie mitgefiebert hat. Ich wusste: Hier liegt etwas in der Luft“. Vor allem seine Onkel seien es gewesen, die die Leidenschaft für Formel 1 an ihn weitergegeben hätten.

Jedes Rennen Schumachers hat Haselkamp im Fernsehen verfolgt und dabei auch manche Familienfeier gesprengt. Denn: Egal ob Hochzeit oder Konfirmation, wenn Schumi auf die Rennstrecke ging, musste Marco Haselkamp einschalten. In aller Regel wehte dann auch eine Ferrari-Fahne an seinem Elternhaus in Twiste. Erst eine kleine, später dann eine knapp 16 Quadratmeter große.

2012 ist er seinem großen Idol persönlich begegnet. „Das war immer ein Traum.“ Am Hockenheimring kam es zu dem Treffen – als sich der Twister zusammen mit einer Schulklasse hinter die Bühne mogelte. „Ich stand ihm direkt gegenüber.“ Da hat er auch gemerkt, dass Schumi zwei Gesichter hat: „Als Fahrer ist er präzise und kalt.“ Doch sobald die Kameras ausgeschaltet seien und er als Privatperson agiere, komme ein warmer, einfühlsamer Mensch zum Vorschein, der sehr bescheiden und wohlwollend sei. Im Laufe der Jahrzehnte hat Haselkamp auch zahlreiche Sammlerstücke ergattert, unter anderem einen Hinterreifen, den Michael Schumacher 1995 mal auf seinem Benetton fuhr.

Auch die Karriere des Sohns Mick verfolgen die Mitglieder des Fanclubs, der sich mittlerweile auch Michael und Mick Schumacher Fanclub Kerpen nennt. Viele Gemeinsamkeiten erkennt Haselkamp zwischen Vater und Sohn. Die Mitglieder stehen hinter beiden Schumachers.

Für Marco Haselkamp ist ein Leben ohne Motorsport nicht vorstellbar, er besucht längst auch andere Rennen. Und Schumi wird er auch weiterhin die Treue halten. „Ich bleibe Fan. Da kann kommen, was will.“

Das ist der Fanclub

Der Michael und Mick Schumacher Fanclub Kerpen – Schumachers Heimatstadt – hat rund 65 Mitglieder und gilt als offizieller Fanclub des Rennfahrers. 2003 wurde der Verein gegründet, dem Marco Haselkamp seit 2011 angehört. Er war als Kassierer eine Zeitlang Mitglied des Vorstands. Weitere Infos zum Fanclub gibt es hier

Den Beitrag von Sky Sport mit Marco Haselkamp und anderen Fans gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare