Gemeinde denkt über Kauf von Gebäude und Grundstück nach

Alte Schule in Vöhl könnte Bürgerbüro werden

+
Früher Schule, jetzt Verwaltung: Die Alte Schule in Vöhl wird von der Gemeinde genutzt. Kämmerei, Kasse und Bauamt sind dort untergebracht. 

Vöhl. Die Alte Schule in Vöhl wird bereits seit Jahren von der Gemeinde als Verwaltungsnebenstelle genutzt. Neben Kämmerei und Kasse im Obergeschoss des Hauptgebäudes ist das Bauamt im Erdgeschoss untergebracht. Eigentümer von Immobilie und Grundstück ist der Landkreis Waldeck-Frankenberg. Nun gibt es Überlegungen der Gemeinde, Grund und Gebäude zu kaufen.

Längst gibt es Im Gründchen eine neue Schule, doch noch immer galten die benachbarten Gebäude offiziell als Schule. Jetzt hat der Kreistag das Grundstück entwidmet und damit den Weg frei gemacht für einen Verkauf an die Gemeinde Vöhl.

Die hat grundsätzlich Interesse an einem Kauf, sagt Bürgermeister Matthias Stappert. Allerdings: Der Rathauschef möchte zunächst klären, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Denn in den Bau müsste investiert werden, um ihn auf Vordermann zu bringen. Beispielsweise die Elektrik müsste erneuert werden, ebenso wohl die Fenster, die lediglich einfach verglast sind. Sobald diese Kosten feststehen, solle ein Kauf in den gemeindlichen Gremien diskutiert werden.

Grundsätzlich braucht die Gemeinde aber den zusätzlichen Platz, im Rathaus ist es längst zu eng geworden für die 18 Mitarbeiter. Seit 2013 hat die Gemeinde deshalb Räume in der Alten Schule angemietet.

Diskussionen um einen Anbau an das Rathaus habe es vor Jahren schon einmal gegeben, berichtet Stappert. Die Gemeindevertretung hätte jedoch schließlich dagegen entschieden.

Die Alte Schule hat aus Stapperts Sicht noch großes Potenzial. Der Pavillon, wie der eingeschossige Anbau genannt wird, könnte zum Bürgerbüro umgebaut werden, regt er an. Auch Melde- und Standesamt könnten dort untergebracht werden. Kurzum: Die Abteilungen, die von vielen Vöhlern genutzt werden. Ein barrierefreier Zugang sei dabei ein weiterer Vorteil, so Stappert. Schließlich wäre das Bürgerbüro dann im Erdgeschoss.

Lagerfläche gebraucht

Die ehemalige Bücherei – die das neue Bürgerbüro werden könnte – wurde nach der Schließung als Kleiderkammer für die Flüchtlinge genutzt, wird seit längerem jedoch nicht mehr gebraucht.

Neben Räumen für die Mitarbeiter braucht die Verwaltung auch dringend weitere Lagerflächen, sagt Matthias Stappert. Unzählige Aktenordner sind im Rathaus und auch bereits in einigen Räumen der Nebenstelle in der Alten Schule untergebracht, doch noch immer gibt es Bedarf. Vor allem der Keller sei dafür gut geeignet. Die Kosten für Ankauf und Sanierung werden nun geprüft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare