Seelsorger tritt Am am 1. November an

Andreas Reichwein wird  neuer Pfarrer in Viermünden

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Er wird neuer Pfarrer in Viermünden: Andreas Reichwein.

Viermünden/Vöhl. Andreas Reichwein wird zum 1. November neuer Pfarrer in Viermünden. Er ist auch zuständig für Ederbringhausen sowie  Ober- und Niederorke.

Er folgt auf Emilie Weinreich, die die Pfarrstelle vertretungsweise übernommen hatte, nachdem das Pfarrer-Ehepaar Houska vor einem Jahr verabschiedet worden war. Von Weinrich zu Reichwein also.

 „Die Namensähnlichkeit ist doch ein schönes Omen“, sagte Andreas Weinreich auf Nachfrage. Und er verriet bereits einiges aus seinem Leben: „Ich bin bereits 58 Jahre alt und bringe viele Jahre an Berufserfahrung mit – allerdings nicht in der evangelischen, sondern der katholischen Kirche: 22 Jahre war ich katholischer Priester und ein paar Jahre mehr, von 1987 bis 2015, auch Ordensmann, also Jesuit.“ 

Wegen einer beginnenden Partnerschaft habe er im August 2015 sein Priesteramt niedergelegt und sei aus dem Orden ausgetreten. „Das war nur mit einem gehörigen Schuss Gottvertrauen möglich“, sagt er rückblickend.

Katholik konvertiert 2016

Danach sei es schnell gegangen: Im Februar 2016 konvertierte er und bewarb sich bei der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck um Aufnahme ins Vikariat. Im August 2016 konnte er ein verkürztes Vikariat (Vorbereitung auf den Pfarrdienst) im Kirchenkreis Marburg beginnen, im September 2017 legte er sein Zweites Theologisches Examen ab.

„Im Mai 2017 haben meine Frau Eva Hasenkrug-Reichwein und ich geheiratet. Sie arbeitet als Sozialpädagogin an einer Grundschule und hat zwei Söhne. Wir wohnen im Lahn-Dill-Bergland. In Viermünden werde ich eine Zweitwohnung beziehen.“

Andreas Reichwein, der aus dem Kreis Limburg-Weilburg stammt, war seit dem Studium in Frankfurt, Karlsruhe, Leipzig, Berlin und München in der Gemeindearbeit, in der Flüchtlingsarbeit und in der Hochschulseelsorge tätig, zuletzt in der Cityseelsorge in München. Von 1997 bis 2005 war er Studentenpfarrer in Leipzig.

Zurück zu ländlichen Wurzeln

„Ich kehre jetzt wieder zu meinen ländlichen Wurzeln zurück“, sagt er über die neue Pfarrstelle in Viermünden, die er am 1. November antritt. Zuvor wird er am 28. Oktober mit seinen Kurskollegen in der Marburger Elisabethkirche von Bischof Dr. Hein zum Pfarrer im Probedienst ordiniert.

„In der Kirchengemeinde Viermünden möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass Menschen sich als Weg-Gemeinschaft erfahren, in der Vertrauen, Hoffnung und Liebe gedeihen“, sagt Reichwein. „Eine besondere Nähe verspüre ich dabei zu Menschen, die Brüche in ihrem Leben zu verkraften haben oder hatten. Denn davon weiß ich selber ein Lied zu singen. Über all das nämlich führt uns die Liebe hinweg.“

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