Hobby-Ornithologe:

Armin Fackiner aus Vöhl führt seit 35 Jahren Statistik für acht Vogelarten

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Seit 35 Jahren führt Armin Fackiner eine Statistik über Vögel, die er in Vöhl sieht.

Vöhl – Vögel sind seit seiner Kindheit die Leidenschaft von Armin Fackiner. Seit 1984 ist sein Blick regelmäßig gen Himmel gerichtet, denn seitdem führt er eine Statistik über acht Arten.

Eine Besonderheit stellte er jetzt fest: Schon am 20. März sah er eine Mehlschwalbe in seinem Garten – und damit so früh wie noch nie. 

Wann sind die ersten Tiere nach dem Winter zurück, wann fliegen sie in den Süden? Fein säuberlich hat Armin Fackiner auf einer großen Pappe Spalten angelegt und die Tiere eingetragen: Kraniche, Rauchschwalben, Mauersegler, Lerche, Rotschwänzchen, Mehlschwalbe, Bachstelze und Rotmilan. „Eingetragen werden aber nur eigene Beobachtungen“, betont er. Was er nicht selbst gesehen hat, findet nicht den Weg in die Statistik. 

Mehlschwalben sind schon früh zurück

Selbst beobachtet hat er am 20. März eine Mehlschwalbe. Eine echte Überraschung für Fackiner. So früh habe er noch nie eine Mehlschwalbe in Vöhl gesichtet. Der Blick in die Statistik zeigt: 2005 hat er eine am 29. März beobachtet. „Sonst kommen sie eher in der ersten oder zweiten April-Woche zurück,“ weiß der Hobby-Ornithologe. In eines der 16 Nester, die an seinem Haus hängen, ist das Tier „eingezogen“. 

Gemeldet hat der Vöhler seine Beobachtung über die Internetseite www.ornitho.de – wie er es immer macht. Und weil seine Sichtung eine Besondere war, sollte er auch gleich noch ein Protokoll für die Avifaunistische Kommission Hessen ausfüllen.

Kraniche gemeldet

 Armin Fackiner beobachtet aber nicht nur die Vögel in seinem Garten, sondern immer mal wieder auch vorbeiziehende Schwärme. Regelmäßig fotografierte er in diesem Jahr bereits Kraniche – und zählte die einzelnen Tiere anhand der Fotos auch nach. So hat er bislang rund 1700 Kraniche im Jahr 2019 gemeldet. Ableiten kann er aus seiner Statistik auch, dass viele Vogelarten tendenziell immer früher zurückkommen, beispielsweise die Kraniche. 

Auch, dass sich manche Arten dezimieren, weiß er. Rauchschwalben seien auf Ställe angewiesen, allerdings gebe es immer weniger Landwirtschaft, sagt er. Daher gebe es auch weniger Rauchschwalben-Paare. Woher sein Interesse an Vögeln kommt, kann Armin Fackiner nicht genau sagen. Schon als Kind begeisterte er sich für die Tiere, hatte einen Taubenschlag und war später mehr als 40 Jahre lang aktiver Brieftaubenzüchter – „ein tolles Hobby“, wie er sagt. 

Info: Vogelbeobachter können ihre Sichtungen über die Internetseite www.ornitho.de eintragen. Dort gibt es auch weitere Infos rund um die Vogelkunde.

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