Weihnachtsbäume für guten Zweck

Auf der Suche nach einer passenden Tanne bei der Benefiz-Aktion in Basdorf

„Aktion für behinderte Menschen“: Jürgen Damm (links) überreichte eine Urkunde an Vanessa Höhle (6. von rechts) , gratulierte der Gewinnerin des Hauptpreises, Josephine Kowalczyk (3. von links), und dankte allen Unterstützern, darunter dem Vorstand der „Aktion für behinderte Menschen“ sowie Heike Buda von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg (rechts).
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„Aktion für behinderte Menschen“: Jürgen Damm (links) überreichte eine Urkunde an Vanessa Höhle (6. von rechts) , gratulierte der Gewinnerin des Hauptpreises, Josephine Kowalczyk (3. von links), und dankte allen Unterstützern, darunter dem Vorstand der „Aktion für behinderte Menschen“ sowie Heike Buda von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg (rechts).

Weihnachtsbäume selber schlagen – bei Familie Höhle in Basdorf ist das möglich. Und einer ist seit Jahren immer dabei: Oberst a.D. Jürgen Damm verkauft Tombola-Lose und sammelt für die „Aktion für behinderte Menschen“.

Vöhl-Basdorf – So trotzt Damm seit vielen Jahren aufopfernd der Kälte, dem Wind sowie Schnee- oder Regenschauern. In diesem Jahr war das Wetter zumindest meist trocken. Aber auf der Höhen um Basdorf wehte ein eisiger Wind. Davon ließen sich aber viele Besucherinnen und Besucher und auch eine Menge Kinder nicht abhalten und zogen an zwei Wochenenden in Scharen mit Sägen bewaffnet in die Weihnachtsbaumplantage.

Den Baum selber sägen und nach Hause transportieren, das hat doch eine gewisse Romantik. Und es gibt bei Höhles nicht nur Weihnachtsbäume, sondern auch wärmende Getränke und heiße Würstchen, ein Lagerfeuer und eine Tombola. Und: Ein Euro pro verkauftem Baum geht an die „Aktion für behinderte Menschen.“

Wir parken unser Auto am Feldrand und nähern uns dem Geschehen. Jürgen Damm sieht uns schon von weitem, kommt freudig auf uns zu und begrüßt uns. Wir verabreden uns für ein Pressefoto später und suchen uns zwischenzeitlich einen Baum aus. Dafür ziehen wir mit festem Schuhwerk und Säge ausgerüstet zur Weihnachtsbaumplantage. Überall gibt es Bewegung, Einzelpersonen und Familien streifen durch die Schonung und begutachten die Objekte ihrer Begierde.

Vereinzelt hören wir Motorsägen knattern. Wir hatten auch kurz überlegt, eine mitzunehmen, doch das kommt bei mir nicht in Frage: Zumindest bei Weihnachtsbäumen zählt Handarbeit. Im ersten Bereich sind uns die Bäume etwas zu hoch und alles sieht ziemlich abgeerntet aus. In den hinteren Bereichen ist die Auswahl größer, und wir werden schnell fündig. Wir suchen uns einen Baum aus, fällen ihn, tragen ihn zum Einnetzen und bezahlen an der Kasse. Alles ist perfekt organisiert mit viel Abstand. Dann bringen wir unseren Baum zum Auto, klappen die Sitze um: Passt. Die Fichte wird nun für ein paar Wochen bei uns einziehen. Zurück geht es zu den Holzhütten, und wir nehmen einen Glühwein. Die Tombolapreise sind fast alle weg.

Jürgen Damm stellt uns Vanessa Höhle vor, die die Aktion mit den Weihnachtsbäumen von ihren Eltern übernommen hat und jetzt alles organisiert. Vereinsmitglieder der „Aktion für behinderte Menschen“ sind auch mittlerweile eingetroffen und Mitarbeitende der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, die die Spendenaktion unterstützt. Dazu noch die Gewinnerin des ersten Preises, Josephine Kowalczyk aus Herzhausen, die einen Rundflug über das Frankenberger Land gewonnen hat.

Oberst a.D. Damm dankte allen Unterstützern, Familie Höhle, der Sparkasse und den Spendern der Preise für ihre Mithilfe und hatte noch eine Überraschung für Vanessa Höhle im Gepäck: Er ernannte sie zum Ehrenmitglied der „Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg“. Die endgültige Spendensumme stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. (Von Hans Peter Osterhold)

Selbst Bäume schlagen: Luca Schäfer aus Korbach hat seinen Baum gefunden.

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