Eberhard Lamm übernimmt weiterhin den Vorsitz - Neue Projekte geplant

Auflösung ist vom Tisch: Basdorfer Förderverein bleibt bestehen

Der Vorstand des „Vereins der Freunde und Förderer Basdorfs“: Eberhard Lamm (Dritter von links) bleibt weiterhin Vorsitzender. 

Basdorf. Vor gut einem Jahr stand der „Verein der Freunde und Förderer Basdorfs“ vor dem Aus, nun ist klar: Der Förderverein bleibt auch weiterhin bestehen. Bei der Mitgliederversammlung wurde jetzt einstimmig entschieden, den Beschluss zur Vereinsauflösung aufzuheben.

Eberhard Lamm, seit Vereinsgründung 1997 Vorsitzender, hat sich nun bereit erklärt, das Amt auch weiterhin auszuüben. Aus Basdorf selbst, aber auch aus Nachbarorten sei zuvor die Bitte gekommen, dass der Verein weitermachen solle, berichtet Lamm. Schließlich gab es einen Aufruf, dass Aktive für die Vorstandsarbeit gesucht werden. Tatsächlich hätten sich einige gemeldet, so Lamm. Allerdings: Ein neuer Vorsitzender war nicht dabei. „Aber es waren ausreichend viele Personen für den Vorstand, um weiterzumachen.“ Klaus Mehrhoff bleibt Geschäftsführer des Vereins.

„Jetzt wollen wir die Ärmel hochkrempeln“, sagt Lamm. Bisher lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung der örtlichen Infrastruktur und der Dorfgemeinschaft, doch das reiche nicht mehr aus. „Das ist nicht mehr das, was die breite Bevölkerung bewegt.“ Wichtig sei die Digitalisierung, so Lamm. Deshalb solle beispielsweise die WLAN-Situation angegangen werden. Neue Ideen sollen fürs Bürgertaxi her. Man könne, nennt der Vorsitzende ein Beispiel, damit auch Ausflüge anbieten, nicht nur Fahrten von A nach B. Perspektivische Entwicklungschancen sowie soziale und kulturelle Angebote würden ein zunehmend größeres Gewicht erlangen.

Im Frühjahr 2019 soll es eine „Dorfmoderation“ geben. Dort sollen alle Basdorfer Anregungen geben und Themen vorschlagen, die ihnen selbst wichtig sind. Diese würden dann nach Wichtigkeit sortiert und – wenn es die Satzung zulässt – angegangen. „Wir wollen die Meinungen aus der Bevölkerung, alle sollen mitgenommen werden,“ betont der 62-Jährige.

Kurzfristig will der Förderverein die Verkehrssituation im Ortskern angehen. Die sei prekär durch falsch parkende Fahrzeuge. Teilweise würden die Heckpartien der Autos über die Fahrbahn hinaus stehen, so Lamm. Das sorge für gefährliche Situationen für Fußgänger. Vor allem Schulkinder sieht Lamm gefährdet, zudem würden Busse und Trecker teils nicht vorbeifahren können. In Abstimmung mit der Gemeinde Vöhl sollen deshalb Markierungspoller installiert werden. Einige Parkplätze könnten dortbleiben, doch der Verkehrsfluss würde verbessert, die Situation für schwächere Verkehrsteilnehmer entschärft.

Eine weitere Aufgabe wird die Mitgliedergewinnung sein. Rund 140 waren es zu Spitzenzeiten, nun ist die Zahl auf etwa 100 gefallen. Das habe mit der Inaktivität der vergangenen Jahre zu tun, sagt Eberhard Lamm. Neue Mitglieder sollen jetzt gewonnen werden, vor allem auch viele Jüngere.

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