Schüler setzen sich ein

Ausstellung in Vöhler Synagoge zeigt Schicksale aus Breitenau

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Zeigen Schicksale: Schüler der ALS eröffnen am Sonntag eine Ausstellung über Breitenau in der Vöhler Synagoge.

Vöhl/Korbach. Mit viel Einsatz von Korbacher Schülern ist die Ausstellung "Schicksale" entstanden, die im Lager Breitenau inhaftierten Menschen gewidmet ist. Am Sonntag wird sie eröffnet.

„Wir wollen zeigen, dass es auch hier stattgefunden hat“, sagt Maik Zubiks, einer der neun Schüler, die an der Alten Landesschule die Ausstellung „Schicksale“ über Menschen aus Waldeck-Frankenberg im KZ Breitenau entwickelt haben. 

Ab Sonntag, 22. April, wird sie in der Vöhler Synagoge gezeigt. „Den Satz ,Das war ja früher, das kann nicht mehr passieren‘ wollen wir widerlegen“, pflichtet ihm Felix Wilke bei: Denn würden die Nazi-Verbrechen vergessen, könnten sie wieder geschehen.

Zur Eröffnung am Sonntag um 11.15 Uhr spricht Prof. Dietfrid Krause-Vilmar, Initiator der Gedenkstätte Breitenau, und die Schüler kommen zu Wort. Auf 18 Roll-ups halten sie Ergebnisse ihrer Arbeit mit der Lehrerin Dr. Marion Lilienthal fest. Da geht es um Grundsätzliches zum Lager Breitenau, die Haftbedingungen, Misshandlungen und Schikanen samt ihrer Folgen – und um repräsentative Schicksale politisch und religiös Verfolgter und von Zwangsarbeitern. 

Marion Lilienthal begab sich mit den Schülern auf wissenschaftliches Neuland, wertete zuvor unbekannte Quellen aus und sammelte erstmals die Namen aller Opfer: „Hier werden viele Biografien gewürdigt, über deren Schicksale man nichts wusste.“

Die Schüler entwickelten nicht nur die Ausstellung, das Projekt war dreigleisig, erklärt Marion Lilienthal: Dazu gehören auch eine Broschüre und die Internetseite www.gedenkportal-korbach.de. Gefördert wurde das im Landesprogramm „LandKulturPerlen“. 

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