Briefe des Holocaust-Opfers Finkenstein in Vöhler Synagoge vorgetragen

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Erinnern an Kurt Finkenstein: Mit stillvollem Jazz und literarischen Texten gestalteten (v. l.) Natsuko Inada, Dietfrid Krause-Vilmar und Stefan Metz eine eindrucksvolle Gedenkfeier.

Vöhl. Als Jude und Kommunist verkörperte Kurt Finkenstein das Feindbild der Nazis – 1944 ermordeten sie ihn in Auschwitz. Doch er hinterließ ein reiches literarisches Schaffen.

Er schrieb im Kasseler Untersuchungsgefängnis seiner Lebensgefährtin Käthe Westhoff Briefe von Zelle zu Zelle, hinterließ außerdem eine Reihe von wertvollen Gedichten: „Für Kurt Finkenstein war ein Leben ohne Kunst und Kultur undenkbar, daran hielt er auch unbeirrbar fest im Martyrium der Nationalsozialisten“, berichtete Professor Dr. Dietfrid Krause-Vilmar aus Kassel. 

Der Internationale Holocaust-Gedenktag war für den Förderkreis Synagoge in Vöhl Anlass, zum Beginn seines Jahresprogramms beispielhaft an den Kasseler Kommunisten und Juden Finkenstein zu erinnern. Krause-Vilmar las aus seinen Werken.

Auf noch eine Weise wurde Finkenstein Tribut gezollt: In seiner Kasseler Wohnung hatte er sich vor seiner Inhaftierung an einer umfassenden Schallplattensammlung erfreut – darauf bezogen sich auch die Musiker Stefan Metz am Tenorsaxofon und Natsuko Inada am Piano.

Was Finkensteins Schaffen aussagt und welche Lehren der Förderkreis Synagoge Vöhl zieht, lesen Sie in der Dienstagsausgabe der WLZ.

Von Karl-Hermann Völker

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