Ein „Traumhund“

Buchenberg: 20-jähriger Rüde Skippy begleitet Sonja Noll-Hanfland schon seit 2003

Sonja Noll-Hanfland aus Buchenberg mit ihren beiden Hunden Resi und Skippy.
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Unterwegs als gutes Team: Sonja Noll-Hanfland aus Buchenberg mit ihren beiden Hunden Resi und Skippy.

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hundes liegt bei zehn bis 15 Jahren – Skippy überbietet das bei Weitem. Der Rüde aus Buchenberg ist bereits 20 Jahre alt.

Vöhl-Buchenberg – 18 davon lebt er bei Sonja Noll-Hanfland. Sie war es, die den Vierbeiner 2003 aus dem Tierheim in Frankenberg adoptierte. „Eigentlich wollte ich mir einen größeren Hund zulegen“, sagt sie, „doch bei Skippy war es Liebe auf den ersten Blick.“

Der Rüde, ein Podenco-Mix, hatte Glück – in Spanien unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen, kam er mit ungefähr zwei Jahren nach Waldeck-Frankenberg. Die Vorgeschichte spiegelte sich jedoch im Verhalten des Tieres wider. Skippy hatte keinen Respekt und biss häufiger zu. Das schreckte die Hundebesitzerin jedoch nicht ab: „Ihm fehlte das Vertrauen gegenüber Menschen.“

Deshalb entschied sie sich mit einem Trainer zu arbeiten. „Drei Monate lang haben wir trainiert. Skippy entwickelte sich zu einem Traumhund.“

Die ersten Jahre verbrachte der Vierbeiner gemeinsam mit seinem Frauchen auf einem Aussiedlerhof bei Rosenthal. Dort hatte er die Möglichkeit, viel zu entdecken und konnte sich vor allem frei bewegen.

Das Leben auf dem Bauernhof prägte den Hund, einige Dinge lernte er von ganz alleine. „Noch heute bin ich erstaunt darüber, dass sich Skippy von selbst zu einem Hütehund entwickelt hat. Ein besonderes Training gab es nicht“, berichtet die Hundehalterin. Einmal habe er beim Spaziergang ein ausgebrochenes Schaf zurück auf die Weide getrieben. Sogar Pferde hätten auf sein Kommando gehört. Bis heute sei der Hund sehr aufmerksam und beschütze das Wohnhaus.

Aktiv: Skippy ist gerne an der frischen Luft.

Im Jahr 2008 zog die Familie nach Buchenberg. Den Freilauf, wie zuvor auf dem Hof, hatte der Vierbeiner dort nicht mehr. Sonja Noll-Hanfland legte deshalb viel Wert darauf, ausgiebige Ausflüge zu unternehmen. Zwei- bis dreimal in der Woche legte das Duo sechs bis acht Kilometer zurück. Das hielt Skippy fit.

Mit dem steigenden Alter des treuen Vierbeiners erwies sich diese Routine allerdings als immer kräftezehrender, das Tier wurde zudem pflegeintensiver und musste Medikamente einnehmen. Um der zunehmenden Trägheit ihres Traumhundes entgegenzuwirken, kam deshalb die Idee, dass ein zweiter Hund frischen Wind bringen könnte.

Aus diesem Grund wurde der Whippet Resi im Jahr 2014 aufgenommen. Die junge Hundedame sorgte sofort dafür, dass Skippy wieder aktiver wurde. Die Verbundenheit zwischen den Tieren ist bis heute sehr eng. Komplettiert wird das Trio von Kater Obama, der ebenfalls schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Gerne liegen die drei gemeinsam im Körbchen.

Enge Freunde: Kater Obama und Rüde Skippy.

Die Tiere haben für Sonja Noll-Hanfland eine große Bedeutung, vor allem Skippy. „Er begleitet mich nun schon so viele Jahre und ist mir unheimlich wichtig. Wir haben viele schöne Momente erlebt, dafür bin ich sehr dankbar.“

Ein Geheimnis für das hohe Alter des Rüden kann sie nicht nennen. Dennoch erklärt sie: „Ich habe immer darauf geachtet, dass das Gewicht im Rahmen ist. Die Erziehung lief stets ohne Gewalt ab, sondern mit positiver Bestätigung. Außerdem hat Skippy stets jemanden an seiner Seite, egal ob Mensch oder Tier.“

Ist Skippy die Ausnahme?

Leben im Landkreis noch weitere Hunde in einem solchen Alter? Das interessiert Sonja Noll-Hanfland. Sie ist per Mail unter sonja-noll73@gmx.de erreichbar. (sk)

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