Haushalt geschafft - Feuerwehrhäuser sind nächstes großes Vorhaben

Vöhls Bürgermeister Karsten Kalhöfer: Die ersten 100 Tage im Amt 

+
Seit etwas mehr als drei Monaten ist das Rathaus in Vöhl der Arbeitsplatz von Bürgermeister Karsten Kalhöfer.

Vor gut einem Jahr sei die Bewerbungsfrist für das Bürgermeisteramt abgelaufen, „und jetzt bin ich schon seit drei Monaten hier“, sagt Vöhls Bürgermeister Karsten Kalhöfer. Die Zeit sei unglaublich schnell vergangen. Und einen großen Brocken hat Kalhöfer bereits abgearbeitet.

Die Aufnahme ins Team der Verwaltung sei sehr gut gewesen, „ich war von Anfang an willkommen“, sagt er. Sein Team im Rathaus sei sehr gut, ebenso gebe es eine gute Zusammenarbeit in den politischen Gremien. An den Wechsel vom Mitglied einer Fraktion auf den Platz des Bürgermeisters habe er sich schon gewöhnt, „wobei ich mich immer als Teil des Ganzen empfinde. Natürlich bringe ich Ideen ein, aber die wollen wir gemeinsam umsetzen“, so Kalhöfer.

Der Haushalt der Gemeinde für dieses Jahr wurde Anfang der Woche von der Gemeindevertretung beschlossen. Und in den ersten Monaten seiner Amtszeit sei das Zahlenwerk prägend gewesen, zahlreiche Sitzungen und Treffen hätten sich um den Etat gedreht. Und dass sich „gewisse Dinge nicht umsetzen“ lassen, wolle und müsse er sagen. Kalhöfer will seiner Strategie der Transparenz treu bleiben. Erstmals seit Jahren kommen Ende des Monats auch mal wieder alle Ortsvorsteher mit dem Bürgermeister zusammen. Dabei soll es auch darum gehen, was in Zukunft machbar sein wird und was nicht.

Wichtiger Einsatz der Feuerwehren

Viele Termine habe er in den ersten 100 Tagen wahrgenommen, unter anderem habe er bereits neun von 14 Feuerwehren besucht. Die restlichen sollen bald folgen. Das könne er nicht jedes Jahr machen, sagt der Bürgermeister, doch er will jetzt zeigen, wie wichtig ihm der ehrenamtliche Einsatz der Brandschützer ist. Entsprechend ist eines der größten Projekte der Zukunft der Neubau der Feuerwehrgerätehäuser.

Sobald der Bedarfs- und Entwicklungsplan steht, der den Ist-Zustand aller Ortsteilwehren zeigt, beginnt eine Arbeitsgruppe damit, die Neubauten zu planen. „Ich will in das Thema schnell einsteigen“, sagt Kalhöfer. Fördermittel sollen beantragt werden und vorstellbar sei aus seiner Sicht auch, dass nicht unbedingt die Gemeinde Vöhl baut. Beispiel: Promedica in Herzhausen. Ein Privater hatte den Bau finanziert, Promedica hat ihn gepachtet. Für kommende Investitionen ist es Kalhöfers Ziel, möglichst oft Fördertöpfe für Vöhl anzuzapfen. Unter anderem deshalb stehe jetzt auch ein Besuch in Wiesbaden an.

Gemeinsam für den Edersee

Mit den Bürgermeistern aus den anderen Edersee-Anrainerkommunen will er sich für den Tourismus stark machen und möglichst auch zusammen in Sachen Edersee vorgehen. Schließlich würden Grenzen für Touristen keine Rolle spielen. Auch zum neuen Lichtenfelser Bürgermeister habe er bereits einen Draht.

Auch nach den ersten Monaten im Amt fahre er noch „jeden Morgen gern zur Arbeit“, sagt Kalhöfer. Die Arbeit mache viel Spaß. Klar sei, dass es auch mal schwierig werde, das sei in jedem Job so. Schon jetzt habe er aber gemerkt, wie schnell er manchmal bei kleineren Problemen weiterhelfen kann. „Ich versuche, in kleinen Dingen pragmatisch vorzugehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare