Bislang sind keine Wahlvorschläge bei der Verwaltung eingegangen

Bürgermeisterwahl in Vöhl: Ziel ist ein gemeinsamer Kandidat

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Wer wird nächster Rathauschef? Bisher gibt es keine Wahlvorschläge. 

Vöhl – Einige Namen kursieren bereits seit Wochen, doch wer tatsächlich als Kandidat für das Amt des Vöhler Bürgermeisters antreten wird, ist bisher noch unklar. Bisher sind noch keine Wahlvorschläge bei der Gemeinde eingegangen, sagt Büroleiter Dirk Beckmann. Noch bis zum 18. März haben Interessenten Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen.

Vor gut einem Monat erschien die öffentliche Bekanntmachung für die Direktwahl des Bürgermeisters der Gemeinde Vöhl am 26. Mai. Darin aufgelistet fanden sich alle wichtigen formalen Aspekte: Von der sechsjährigen Amtszeit über die Besoldung (A 16), den frühestmöglichen Amtsantritt (1. Dezember 2019) bis hin zum korrekt ausgefüllten Wahlvorschlag (jeder Wahlvorschlag darf nur einen Bewerber enthalten).

Doch bisher, so sagt Dirk Beckmann, seien weder von Parteien noch von Privatpersonen Wahlvorschläge gekommen.

Zwar ist noch mehr als ein Monat Zeit, bis die Vorschläge eingegangen sein müssen. Aber: Möglichst sollen die Vorschläge früher kommen, damit mögliche Mängel noch behoben werden können. Vor allem für Einzelpersonen, die keine Partei im Rücken hätten, sei das leichter, weil das Verfahren für sie aufwändiger sei, so Büroleiter Beckmann. Doch wen die Vöhler Parteien ins Rennen schicken, ist noch nicht entschieden. „Wir sind sicher, dass wir am Ende jemanden unterstützen werden“, sagt Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender der SPD. „Das muss nicht unbedingt ein Parteimitglied sein.“

Das sieht Gertmann Sude, Vorsitzender der CDU, ebenso. „Parteizugehörigkeit ist nicht wichtig.“ Doch ein paar Kriterien seien für den Parteivorstand von Bedeutung: Der Kandidat oder die Kandidatin sollte „eine überzeugende Persönlichkeit und kommunalpolitische Erfahrung haben und sich stark mit der Gemeinde Vöhl identifizieren“. Mit einigen Personen habe man bereits erste Gespräche geführt, in den kommenden Tagen würden weitere folgen, so Sude. „Bisher sind wir aber zu keinem Ergebnis gekommen.“ Besonders freuen würde sich die Partei über einen weiblichen Kandidaten, betont er. Und: „Wir sind aufgeschlossen für einen gemeinsamen Kandidaten mit anderen Parteien.“

Die BI Grüne Liste wird voraussichtlich keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, sagt Vorsitzender Gerhard Henkel. „Wir hatten eine Frau ins Auge gefasst, sie hatte aber kein Interesse.“ Weitere Kandidaten gebe es bisher nicht. Auch die BI könne sich aber vorstellen, einen gemeinsamen Bewerber zu unterstützen.

Gleiches gilt für die Freien Wähler. „Unser Bestreben ist es, auf breiter Basis einen Kandidaten zu präsentieren“, sagt Parteichef Dieter Büchsenschütz. Einen Alleingang strebe man nicht an. Ideen gebe es einige, bislang sei aber noch nichts entschieden, betont Büchsenschütz. Man sei auf der Suche.

Das ist auch die Vöhler FDP. Zwei bis drei Gespräche habe man schon geführt, weitere würden am Wochenende folgen, sagt Parteivorsitzender Heinrich Heidel. Ob die Liberalen einen eigenen Kandidaten aufstellen, sei noch nicht entschieden. Auch Heidel sagt: „Wir sollten versuchen, einen gemeinsamen Kandidaten zu finden.“

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