Unabhängiger Kandidat wird von SPD, Freien Wählern und BI Grüner Liste unterstützt

Bürgermeisterwahl Vöhl: Karsten Kalhöfer aus Niederorke tritt an

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Den Edersee im Rücken: Den Ort für das Foto hat Kandidat Karsten Kalhöfer (vorne) bewusst gewählt. Denn der Tourismus ist aus seiner Sicht einer der Schwerpunkte Vöhls. Umrahmt wird er hier von Unterstützern aus SPD, FW und BI Grüne Liste. 

Vöhl – Als unabhängiger Kandidat geht Karsten Kalhöfer ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Vöhl, doch breite Unterstützung ist ihm gewiss. 

SPD, Freie Wähler und BI Grüne Liste haben sich bereits für den 45-Jährigen ausgesprochen. Dem Niederorker ist vor allem eins wichtig: Immer ein offenes Ohr für die Bürger zu haben.

Für die Zeit bis zur Wahl am Sonntag, 26. Mai, hat er sich deshalb einiges vorgenommen. In allen 15 Vöhler Ortsteilen will er eine Veranstaltung abhalten. „Man muss in die Bevölkerung hinein hören, der Bürger muss immer im Mittelpunkt stehen“, sagt Kalhöfer. Die Parteipolitik spiele dabei keine Rolle. Seit acht Jahren gehört der Parteilose zwar der SPD-Fraktion im Gemeindeparlament an, doch dort würden Sachthemen im Fokus stehen, nicht die Partei. Mitglied der SPD ist er nicht.

"Fühle mich Vöhl sehr verbunden"

Der Obergerichtsvollzieher ist selbst auf die Parteien zugegangen und hat sich für eine Kandidatur ins Spiel gebracht, weil er sich gut vorstellen könne, die Geschicke der Gemeinde zu lenken. „Ich fühle mich Vöhl sehr verbunden, habe hier den Großteil meines Lebens verbracht“, sagt der verheiratete Vater zweier Kinder. Und: Das Amt sei „eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle“.

Zu den Kernthemen, denen er sich als Rathauschef widmen möchte, gehört auch die Infrastruktur der Gemeinde. „Geschäfte in den kleineren Orten können wir nicht herbeizaubern, aber eine Versorgung können wir trotzdem ermöglichen.“ Beispiele seien Bäckerei- und Fleischereiwagen. Auch die ärztliche Versorgung, gute Straßen und (Ab-)Wasser seien von Bedeutung.

Ein Schwerpunkt: Tourismus am Edersee

Ebenso würden Vereine und Ehrenamt eine wichtige Rolle in der Gemeinde spielen, das müsse entsprechend gefördert werden. Dass das aber aufgrund der schwierigen finanziellen Lage nicht nur durch Geld passieren könne, weiß Karsten Kalhöfer. Lob und Anerkennung seien hier von Bedeutung. Ein zentrales Thema für die Zukunft ist aus Sicht des Niederorker Ortsvorstehers der Tourismus, vor allem der Edersee. Unter anderem strebt er eine noch bessere Vernetzung der Akteure an, unter anderem der Anrainerkommunen, aber auch des Nationalparkamts. „Neue Ideen“ sollten für den Edersee entstehen. Schön wäre auch, so sagt er, wenn sich Investoren für Vöhl und den Edersee interessieren würden. „Hier fehlt beispielsweise ein Hotelbetrieb.“

Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender der Vöhler SPD, begründet die Unterstützung Kalhöfers damit, dass es ihm ernst sei, die Menschen mitzunehmen, zudem sei er fachlich sehr kompetent. Zwei Bewerber hätten sich vorgestellt, sagt Dieter Büchsenschütz, Vorsitzender der Freien Wähler. „Aber Karsten Kalhöfer hatte die besseren Argumente.“ Und Susanne Kubat, Grünen-Fraktionschefin, sagt: „Mit ihm sind unsere Ideen für die Zukunft am ehesten zu realisieren.“

Ein weiterer Kandidat für die Wahl steht bereits fest: Frank Isken

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