Landtagsabgeordnete Wiebke Knell als Gastrednerin

Dreikönigstreffen: Vöhler FDP will Kirchturmdenken beenden 

Dreikönigstreffen der Vöhler FDP: Reden hielten (von links) Dieter Schütz, scheidender Vorsitzender der FDP-Kreisfraktion, der Vöhler Bürgermeister Matthias Stappert, Landtagsabgeordnete Wiebke Knell und der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Vöhl, Heinrich Heidel . Foto: Zecher-Christ

Vöhl. Parteimitglieder und Gäste versammelten sich beim Dreikönigstreffen der Vöhler FDP im Gasthaus Kohlberg in Herzhausen. Ziel sei, zum Auftakt des Jahres ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben, sagte der Vorsitzende des Ortsverbandes, Heinrich Heidel.

Er erinnerte an weltpolitische Ereignisse in 2017. Das Thema Flüchtlinge sei eine europäische Aufgabe. „Europa ist Garant für über 70 Jahre Frieden und auch Garant für das wirtschaftliche Wachstum, was in den letzten Jahren hatten und haben“, betonte Heidel.

Er freue sich über das gute Abschneiden der FDP bei der Bundestagswahl. Daraus müsse nun Politik gemacht werden. Auch Themen des Landkreises sprach Heidel an. „Wir brauchen das Krankenhaus in Frankenberg“, machte er deutlich. Es müsse auf gesunde Füße gestellt werden. Der Zusammenhalt der 15 Ortsteile der Gemeinde Vöhl müsse gestärkt werden. Das Kirchturmdenken müsse aufhören.

Belastung durch AST-Taxi

Der Vöhler Bürgermeister Matthias Stappert sprach das Thema AST-Taxi an. „Es belastet uns, weil das Taxi nicht komplett über die Kreisumlage bezahlt wird, sondern es gibt da die Mischfinanzierung“, sagte er. Durch die zentrale Lage im Landkreis sei die gemeinde Vöhl mit drei Umsteigepunkten gesegnet. Hinzu kämen vier Bahnhaltestellen, die auch als Ziel des AST-Taxis dienten. Dieses System sei so nicht in Ordnung. Die Gemeinde Vöhl trage das AST-Taxi mit dem höchsten Betrag pro Einwohner (rund 14 Euro) kreisweit.

Die Schülerbetreuung werde durch den Kreis, die Gemeinden und Eltern finanziert. Auch dort werde Vöhl mit einem Betrag von rund 20 000 Euro, zusätzlich zur Schulumlage, belastet, erklärte Stappert. Schülerbetreuung sei ein originäres Kreisthema. „Diese Mischfinanzierungsgeschichten“ seien veraltet. „Ich werde von der Verwaltung her einen Haushalt vorlegen, der aus meiner Sicht genehmigungsfähig ist“, machte Stappert deutlich.

Dieter Schütz, scheidender Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag, bedankte sich „bei allen, die mitgeholfen haben, dass wir dieses Ergebnis auf Bundesebene erreicht haben.“ Sein Dank galt auch dem jungen, dynamischen Kandidaten Elias Knell. Zum Thema Ausstieg der FDP aus den Jamaica-Verhandlungen auf Bundesebene sagte er: „Ich bin der Meinung, dass wir es richtig gemacht haben.“ Schütz stimmte zu, dass die Finanzierung des AST-Taxis nicht fair sei. 

Der Neujahrsempfang des FDP- Kreisverbandes und des Ortsverbandes Diemelsee findet am Sonntag, 14. Januar, um 11 Uhr in Göbels Seehotel in Heringhausen statt. (nz

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