Renaturierung bei Ederbringehausen abgeschlossen

Mehr Platz für die Eder und die Arten, die in ihr leben

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Bauamtsleiter Volker Ashauer (links) und Eckhard Mehrhoff, Verschönerungsverein

Ederbringhausen – Der Eder und den Arten, die in ihr leben, mehr Raum geben: Das war Ziel der Renaturierung Gippermühle bei Ederbringhausen. Nach Jahren ist das Vorhaben abgeschlossen.

Über insgesamt rund 400 Meter ziehen sich die Abschnitte der Eder, an denen in den vergangenen Jahren Strukturverbesserungen vorgenommen wurden, um der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu entsprechen.

Bereits 2012 gab es das erste Projekt in dem Gebiet Gippermühle zwischen der Bundesstraße und dem Vöhler Ortsteil. Damals stand die Aufweitung der Eder im Vordergrund, um ihr mehr Platz zu schaffen. Unter anderem wurde ein Nebenarm angelegt. Der führt zwar ständig Wasser, aber deutlich langsamer als der Hauptfluss. Für manche Arten sei das ein gutes Laichgebiet, sagt Volker Ashauer, Leiter des Vöhler Bauamts. Auch das Ufer wurde teilweise abgeflacht. Das alles soll, erklärt Ashauer, zu einer größeren Artenvielfalt beitragen.

Beitrag zum Hochwasserschutz

In einem weiteren Projekt wurde im Jahr 2016 einige Hundert Meter weiter ein ähnliches Vorhaben umgesetzt. Dieses wurde auch vor dem Hintergrund der Bahnreaktivierung als Kompensationsmaßnahme angegangen. Auch dort gibt es einen Nebenarm der Eder, der strömungsberuhigt ist. Entstanden sind aber auch Lebensräume für Amphibien und Insekten, unter anderem mehrere kleinere Tümpel, in denen Wasser steht.

Abgeschlossen wurde die Renaturierung in dem Ederbringhäuser Abschnitt Ende 2018 mit einer Maßnahme, die auf einem Grundstück des NABU Korbach umgesetzt wurde.

Dort wurde Erde abgetragen, damit Wasser stehen könne, erklärt Dr. Peter Koswig von der Ortsgruppe des Naturschutzbundes. Das sei auch ein Beitrag zum Hochwasserschutz. Im Laufe der Zeit könnte dort eine Art Auenfläche entstehen, die attraktiv sei für viele Arten. Entfernt wurden am Ufer zudem dicke Wackersteine, damit die Eder „kräftig durchrauschen kann“, so Koswig. „Sie soll arbeiten und sich verlagern können.“

Dr. Peter Koswig,  NABU Korbach

Damit sind die Vorhaben im Abschnitt bei Ederbringhausen erst einmal abgeschlossen. „Man kann immer noch mehr machen“, sagt Bauamtsleiter Volker Ashauer. Der Zustand der Eder bei Ederbringhausen sei jetzt aber gut. Fest steht für ihn: „Die Eder ist eine Perle.“

Der NABU Korbach plant derweil das nächste Renaturierungsprojekt an der Eder. In der Hessensteinkurve solle noch in diesem Jahr eine ähnliche Maßnahme umgesetzt werden, so Koswig.

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