Familie Huthwelker besitzt 38 dieser besonderen Fische

Ein Paradies für Kois in Buchenberg

Am Koibecken: Björn (links) und Harald Huthwelker an dem Becken, in dem derzeit neun Kois leben. 80 Zentimeter groß ist derzeit der größte Fisch. Bis zu 1,20 Meter lang werden sie. Fotos:  Renner

Die japanischen Koi-Fische sind die Leidenschaft von Familie Huthwelker aus Buchenberg. 38 der besonderen Fische haben sie mittlerweile.

Gemächlich schwimmen sie durch den großen Teich und das Becken, schillernd in den unterschiedlichsten Farben: Kois. Die japanischen Fische sind die Leidenschaft von Familie Huthwelker aus Buchenberg. 38 der besonderen Tiere haben sie mittlerweile.

„Ganz klein haben wir in den 90er-Jahren angefangen“, sagt Harald Huthwelker und meint damit nicht nur die Kois, sondern auch den Garten. Beides ist eng miteinander verbunden: Der gut 600 Quadratmeter große Garten wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter ergänzt und weist jetzt ein unverkennbar japanisches Flair auf.

Neben japanischen Eiben finden sich auch eine Samurai-Statue sowie Pagoden-Tor am Eingang und eine Brücke im asiatischen Stil über den großen Teich. Der sei anfangs viel kleiner gewesen, doch mit zunehmender Größe sollte er mit Leben gefüllt werden. Und was passt besser zu einem asiatischen Garten als Kois?

Kois werden bis zu 1,20 Meter groß

Die ersten Tiere haben sie noch in einer Zoohandlung im Landkreis gekauft, doch die Kois spielen längst eine viel größere Rolle für die Huthwelkers. Mittlerweile kaufen sie die Fische von einem Händler aus Frankfurt, der mehrmals im Jahr nach Japan fliegt, um nach den Wünschen seiner Kunden die richtigen Exemplare auszusuchen. Über Fotos und Video kann die Familie dann im fernen Buchenberg entscheiden, welches Tier sie kauft – Abstammungszertifikat inklusive. Auf zwei weitere Kois aus Japan warten sie derzeit. Die Fische selbst zu züchten sei schwierig, sagt Harald Huthwelker. Sie fressen sehr gern – und sobald ein Weibchen gelaicht habe, würden die anderen den Laich oft auffressen.

Im großen Gartenteich leben 29 Kois, zusammen mit einem Karpfen und einem Stör. „Sie bleiben auch im Winter im Teich“, sagt Huthwelker. Die Pumpe und der Bachlauf würden in dieser Zeit einfach weiter arbeiten und die Tiere unter der Eisfläche leben. Doch neun besondere Exemplare haben eine ebenso besondere Unterkunft: In einem 18 000 Liter fassenden Schwimmbecken in einem Häuschen, das die Huthwelkers – wie auch Brücke und Pavillon im Garten – selbst entworfen haben.

Eine Fußbodenheizung sorgt dort dafür, dass die Wassertemperatur immer zwischen 18 und 20 Grad beträgt, einmal pro Woche werden 2000 Liter Wasser, das aus dem eigenen Brunnen gewonnen wird, ausgetauscht. Außerdem testet Harald Huthwelker jede Woche die Qualität des Wassers.

Etwa 1000 Liter werde pro Koi gerechnet, sagt Björn Huthwelker. Er und sein Vater lassen den Tieren bewusst mehr Platz im Becken: So entstehe kein Futterneid untereinander und die Kois wachsen schneller. Das größte Exemplar misst derzeit rund 80 Zentimeter. „Aber sie sind noch jung und wachsen weiter“, sagt Björn Huthwelker. Bis zu 120 Zentimeter werden sie.

Teilnahme am Tag der offenen Gärten am 30. Juni/1.Juli

Intensiv haben sich Vater und Sohn in das Thema Koi eingearbeitet und sogar einen speziellen Lehrgang besucht, bei dem sie lernten, wie sich kranke Tiere behandeln lassen. Denn Tierärzte, die sich mit Kois auskennen, gibt es in der näheren Umgebung nicht. Mit einem Kescher wird ein Tier im Zweifel aus dem Wasser geholt, leicht betäubt und dann untersucht und behandelt.

Im Koi-Haus sitzen die Huthwelkers gern abends am Beckenrand und beobachten die ruhig schwimmenden Fische. Nach einem stressigen Arbeitstag sei das eine Entspannung, die Tiere würden viel Ruhe ausstrahlen.

Davon können sich Interessierte beim Tag der offenen Gärten am 30. Juni und 1. Juli selbst überzeugen. Die Huthwelkers in Buchenberg öffnen ihren Garten, um ihre Kois zu zeigen, aber auch den Rest des Gartens, der Modernes mit Natürlichem verbindet und in dem nicht nur asiatische Statuen einen Platz haben, sondern auch ein klassisches Hochbeet sowie ein Bauerngarten, in dem Erdbeeren, Grünkohl und Kohlrabi wachsen.

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