Sandra Möller ergänzt Jugendarbeit in der Großgemeinde Vöhl

„Ein Wort? Power“

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Sandra Möller gestaltet künftig gemeinsam mit Peter Grohme die Jugendarbeit in der Großgemeinde Vöhl.Foto: Theresa Demski

Vöhl - Sandra Möller weiß, dass Wege manchmal steinig sind. Aber sie weiß auch: Durchhalten lohnt sich. Die 27-Jährige gestaltet künftig die Jugendarbeit in der Gemeinde Vöhl mit - sie übernimmt eine halbe Stelle von Peter Grohme.

Sie ist keine Freundin von vielen Worten. Wenn sich Sandra Möller beschreiben soll, dann überlegt sie nicht lange. „Ein Wort?“ fragte sie und dann: „Power“. Der Sport habe sie geprägt. Handball. Snowboard. Kanufahren. Diese Prägung bringt die 27-Jährige auch mit nach Vöhl. Seit dem 1. September unterstützt sie in der Gemeinde den Jugendarbeiter Peter Grohme.

Der kam 2010 nach Waldeck-Frankenberg und wird seit dem zur Hälfte von der politischen und zur anderen Hälfte von der kirchlichen Gemeinde bezahlt. Jetzt wurde Grohme in die Mitarbeitervertretung auf landeskirchlicher Ebene gewählt und das bedeutet: Er wird von 50 Prozent seiner Stelle frei gestellt.

Also machte sich der Zweckverband Evangelische Jugendarbeit Vöhl auf die Suche nach jemandem, der eben diese Lücke künftig füllt. Mit Sandra Möller sind sie fündig geworden. „Ich habe erst mal die Ausbildung zur Erzieherin gemacht“, erzählt sie, „aber eigentlich war ich immer sicher, dass ich lieber mit Jugendlichen arbeiten möchte.“ Nur meldeten sich zur Ausbildung zur Diakonin nie genug Teilnehmer an. Also verschob sie die Jugendarbeit auf das Ehrenamt und blieb vorerst im Kindergarten. „Ich habe die Zeit allerdings genutzt und am Wochenende die Weiterbildung zur Erlebnis- und Umweltpädagogin gemacht“, erzählt sie. Das passte. Denn ihre Zeit verbringt sie deutlich lieber draußen als drinnen. Und diese Weiterbildung eröffnete ihr schließlich den Weg in die Jugendarbeit - erst in Guxhagen, dann in Felsberg. 2011 begann sie dann endlich mit der Weiterbildung zur Diakonin. Steinig waren die Wege zuweilen, eine Zwischenstation im Internat stellte sich als Fehlentscheidung heraus. Heute lebt sie in Bad Zwesten. „Man muss bei sich selbst sein, um Jugendlichen zu helfen“, sagt Sandra Möller. Das sei sie heute und deswegen freue sie sich so auf die Arbeit in Vöhl. Die Jugendlichen dort abholen, wo sie sich befinden - in ihrem Leben und Wünschen. Das ist ihr Ziel.

Und ihr Bezug zur Kirche? „Wir haben mehr zu bieten als abstrakte Werte“, sagt Sandra Möller, „kirchliche Jugendarbeit soll Spaß machen.“ Diese Erfahrung habe sie selber erst spät gemacht. „Vielleicht kann ich etwas von diesem anderen Bild vermitteln“, sagt Sandra Möller.

Die Weiterbildung zur Diakonin hat sie zwischenzeitlich unterbrochen, kehrt aber in diesem Jahr zurück. „Hier in Vöhl geht es mir jetzt darum, die Jugendlichen kennen zu lernen“, sagt sie, „in der Schule, im Konfirmandenunterricht und auch in bereits bestehenden Gruppen.“ Dafür bringe sie eine ordentliche Portion Offenheit und Neugier mit.

Zum Einführungsgottesdienst wird am Sonntag um 19 Uhr in die Vöhler Kirche eingeladen.

Von Theresa Demski

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