Fokus der Kirchensanierung liegt jetzt auf Altarraum

Engel in Obernburger Kirche gefunden

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Der Kirchenvorstand in Obernburg informierte sich am Montag bei Metallgestalter Michael Possinger über die neue Einrichtung ihres Altarraums. Jörg Wiesemann stellte unterdessen eine alte Engelplatte vor, die die Obernburger bei den Sanierungsarbeiten gefunden haben.

Vöhl-Obernburg. Vor drei Jahren fiel in Obernburg der Startschuss zur Sanierung der Kirche. Kurz vor dem Ziel haben die Arbeiter nun eine wertvolle Entdeckung gemacht: Unter einem zugemauerten Fenster im Altarraum entdeckten sie eine alte Steinplatte mit Engelsgesicht.

Eigentlich wollten sie nur ein altes Fenster im Altarraum wieder öffnen. „Dabei stießen wir plötzlich auf eine Steinplatte“, erzählt Jörg Wiesemann vom Kirchenvorstand in Obernburg. Umso tiefer sie gruben, desto ungewöhnlicher erschien ihnen der Stein. „Als wir ihn schließlich umdrehten, entdeckten wir den Engel“, erzählt Wiesemann.

Er geht davon aus, dass die Steinplatte lange Jahre versteckt als Fensterbank fungiert habe. „Wir nehmen an, dass sie aus dem 17. Jahrhundert stammt“, sagt er, „ihre Symbolik finden wir auch an anderer Stelle im Altarraum.“ Inzwischen haben die Obernburger einen neuen Platz für ihren wertvollen Fund ausgemacht: Der Engel begrüßt die Besucher ab sofort beim Eintreten in die Kirche.

Künstler am Werk

Indes richten die Obernburger ihren Fokus bei der aufwendigen Kirchensanierung inzwischen ganz auf den Altarraum: Am Montagabend war Metallgestalter Michael Possinger zu Gast, der seine Ideen für die Einrichtung vorstellte. Ein Stahlblech soll künftig den alten Steinaltar zieren – vier Zentimeter dick, plus zwei weitere Zentimeter Schattenfuge. Auch das moderne Lespult soll aus Stahlblech gefertigt werden. „Er ist weniger Handwerker als Künstler“, sagt Jörg Wiesemann und freut sich über die Ideen des jungen Metallbauers.

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am Mittwoch, 13. April.

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