Diskussion im Gemeindeparlament - Kosten würden bei 3,2 Millionen Euro liegen

Mängel an Vöhler Feuerwehrhäusern: Vier könnten neu gebaut werden

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Das Feuerwehrgerätehaus in Schmittlotheim ist eines der vier Gebäude, das neu gebaut werden könnte. Pro Gerätehaus würde das rund 800 000 Euro kosten.

Vöhl – Zahlreiche Mängel hatte im vergangenen Jahr die Prüfung von einigen Vöhler Feuerwehrgerätehäusern zutage gefördert. Nun wird der Neubau von vier Gebäuden diskutiert.

Architekt Gunnar Dötter stellte in der Sitzung der Gemeindevertretung am Montag erste Entwürfe für Buchenberg, Obernburg, Schmittlotheim und Kirchlotheim vor.

„Unverzüglichen Handlungsbedarf“ hatten die Prüfer an zehn von 14 Gebäuden festgestellt. Eine Arbeitsgruppe hat sich daraufhin gegründet und beraten, wie es weitergeht. Bei vier Gerätehäusern sei es „notwendig, über einen Neubau nachzudenken“, sagte Bürgermeister Matthias Stappert.

Möglichkeit, Gebäude zu erweitern

Einen identischen Grundriss, der Grundlage für alle möglichen Neubauten sein könnte, hat schließlich der Korbacher Architekt Gunnar Dötter erarbeitet. Dieser sieht eine große Halle, etwas mehr als zwölf Meter tief, für zwei Fahrzeuge vor. Auf einer Seite wären Lagerräume, im hinteren Bereich eine Stiefelwäsche und, getrennt durch einen Flur in einem weiteren Gebäudeteil, ein Versammlungsraum mit Küchenzeile, Umkleiden für Frauen und Männer, sowie Duschen und Waschgelegenheiten.

Zwei Eingänge hätte jedes dieser Feuerwehrgerätehäuser jeweils, Stellplätze für Autos wären so vorgesehen, dass sie den Einsatzfahrzeugen nicht im Weg sind. Bei allen Gerätehäusern in Obernburg, Buchenberg, Kirchlotheim und Schmittlotheim gebe es die Möglichkeit, diese auch zu erweitern. Beheizt werden könnte die Gebäude über eine Luft-Wärme-Pumpe, zudem könnten Photovoltaikanlagen auf den Dächern angebracht werden.

Kosten: 800.000 Euro pro Gerätehaus

Kosten würde jedes Feuerwehrgerätehaus rund 800 000 Euro, schätzte der Architekt. Sollte die Gemeinde noch Grundstücke kaufen müssen, würden diese Kosten noch hinzu kommen.

Sowohl Gertmann Sude (CDU) als auch Heinrich Heidel (FDP) forderten ein Gesamtkonzept. „Ich möchte eine Grundlage, auf der ich entscheide“, sagte Heidel. Würde man dieses erarbeiten, sagte Matthias Stappert, würde das verschiedene Varianten enthalten „und damit fangen wir mehr oder weniger wieder bei Null an“. Zudem gebe es bereits den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr. „Wenn wir zügig eine Lösung wollen, müssen wir jetzt zügig arbeiten“, mahnte er.

Eine Entscheidung musste das Gemeindeparlament am Montagabend nicht treffen. Zunächst sollen die Ideen und Pläne jetzt mit den Fraktionen weiter besprochen werden.

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