Gemeinde dankt auf diesem Weg den Aktiven aus den Einsatzabteilungen

Vöhler Feuerwehrleute können jetzt kostenlos ins Freibad

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Die aktiven Feuerwehrleute aus der Gemeinde Vöhl dürfen ab sofort kostenlos die beiden Freibäder in Vöhl und in Marienhagen nutzen.

Vöhl – Einen Lohn bekommen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren nicht, trotzdem stehen sie rund um die Uhr bereit für Einsätze. Dafür will die Gemeinde Vöhl jetzt Danke sagen – und ermöglicht allen Mitgliedern der Vöhler Einsatzabteilungen ab sofort den kostenlosen Eintritt in die Freibäder in Vöhl und Marienhagen.

Die Idee kam aus den Reihen der Feuerwehr selbst. Heiko Schäl, einer der beiden stellvertretenden Gemeindebrandinspektoren, hatte sich Gedanken gemacht, wie die Feuerwehren zum einen weitere Mitglieder gewinnen und zum anderen, wie die Aktiven motiviert werden könnten. Durch Zufall stolperte er über ein ähnliches Freibadangebot der Gemeinde Breuna. Mit Gemeindebrandinspektor Marco Amert schloss er sich kurz und arbeitete auch eine Begründung aus, wieso es sinnvoll ist, dass die Einsatzkräfte kostenlos die Bäder nutzen können sollten.

"Wir möchten damit etwas zurückgeben"

„Die steigenden Einsatzzahlen, vor allem auch durch Waldbrände, gehen an die Substanz“, sagt Schäl. Um körperlich dennoch immer fit zu sein, sei Sport gut und wichtig. Im Winter gebe es wöchentlich ein Sportangebot der Feuerwehr in Herzhausen, doch für den Sommer gab es bislang keine Alternative. Bürgermeister Matthias Stappert stellten die Feuerwehroberen ihre Idee vor – und der war gleich angetan. Im Gemeindevorstand stellte er den Vorschlag vor und auch dort „war es nur eine Sache von Minuten“, sagt Stappert. „Wir möchten das den aktiven Einsatzkräften ermöglichen. Wenn sie schon keinen Lohn für ihre Arbeit bekommen, sollen sie wenigstens ein kleines Privileg haben“, so der Bürgermeister. „Damit wollen wir den Kameraden auch etwas zurückgeben.“

280 Personen können Angebot nutzen

Rund 280 Frauen und Männer sind derzeit in den Einsatzabteilungen der Wehren aktiv. Wer in Vöhl oder Marienhagen schwimmen möchte, muss sich mit dem Perso dort ausweisen. Listen mit den Namen aller Aktiven haben die Badmitarbeiter. Wie viel es die Gemeinde kosten wird, den freien Eintritt zu ermöglichen, kann Stappert nicht sagen. 1000 Euro im Jahr seien aber „vielleicht schon zu hoch gegriffen“.

Dass immer mal wieder Kommunen den freien Eintritt für Atemschutzgeräteträger ermöglichen, sagt EWF-Chef Stefan Schaller. Dass nun ganze Einsatzabteilungen diese Gelegenheit bekommen, sei ihm nicht bekannt.

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