Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Filme und Musik bis Dezember in Vöhler Synagoge

Auftakt für große Reihe "Facetten des Rassismus"

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Start für Veranstaltungsreihe: Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender des Förderkreises der Synagoge, wirbt für die Reihe „Facetten des Rassismus“.

Vöhl – „Facetten des Rassismus“ heißt die größte Veranstaltungsreihe, die der Förderkreis der Synagoge Vöhl je gestemmt hat. Ausstellungen, Lesungen, Filme, Vorträge, ein Konzert und einen „Markt der Möglichkeiten“ gibt es. Auftakt ist am Sonntag.

Eine der Besonderheiten Reihe: Der Eintritt ist – abgesehen vom Konzert – bei allen Angeboten frei. Die Veranstaltungen im Überblick.

Sonntag, 1. September, 10 Uhr: Ausstellung „Ihr Tod reißt nicht die geringste Lücke...“. Dr. Wilhelm Völcker-Janssen führt ein, Dr. Georg Lilienthal referiert zu „Krankenmord im Nationalsozialismus“. Die Theatergruppe des Lebenshilfe-Werks wirkt mit.

Samstag, 7. September, 17 Uhr: Eröffnung der Ausstellungen „Bäume, Schienen, Zäune. Ein Versuch, das Gesehene auf dem Gelände der Gedenkstätte Buchenwald künstlerischen Mitteln zu verarbeiten“ vom Lebenshilfe-Werk Weimar-Apolda sowie „Die Gedenkstätte in der früheren Tötungsanstalt Hadamar“ mit Dr. Wolfgang Werner. Sonntag, 8. September, 14 bis 17 Uhr: Offene Synagoge.

Autor Robert Domes liest in der Synagoge

Dienstag, 10. September, 19 Uhr: Kino mit Spielfilm zum Thema; Donnerstag, 12. September, 19 Uhr: Lesung mit Autor Robert Domes aus „Nebel im August“ (Kooperation mit Alter Landesschule und Thalia in Korbach). Donnerstag, 19. September, 19 Uhr: Vortrag mit Dr. Georg Lilienthal „Lebensborn-Kinder. Die letzten Opfer der SS“; zudem Gespräch mit Lebensborn-Kind Adolf Kopp aus Asel, der seine Eltern nicht kennt. Donnerstag, 26. September, 19 Uhr: Katharina Oehl referiert unter dem Titel „Auf der Suche nach der eigenen Identität. Die gewaltsame Eindeutschung polnisch-deutscher Kinder.“

2. Staffel

Freitag, 4. Oktober, 19 Uhr: Vortrag mit Ruth Piro-Klein „Krankenpflege im Nationalsozialismus“. Sonntag, 6. Oktober, 10 Uhr: Eröffnung der Ausstellungen „Zeichnungen von Enric Rabasseda über Faschismus, Krieg und die Hintergründe“, Einführung von Dr. Hartmut Wecker sowie „Ehemaliges Firmengelände J.A. Topf & Söhne Erfurt“ mit der Einführung von Alexis Werner. Montag, 7. Oktober, 19 Uhr: Rebekka Schubert „J.A. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“, Vortrag.

Sonntag, 13. Oktober, 14 bis 17 Uhr: Offene Synagoge. Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr: Vortrag von Dr. Udo Engbring-Romang „Die Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma im 20. Jahrhundert“ (in Zusammenarbeit mit der VHS). Sonntag, 20. Oktober, 19 Uhr: Karl-Heinz Stadtler, „Belzec, Sobibor, Treblinka – Die vergessenen Mordlager im Holocaust. Ein Reisebericht“. Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Dr. Christoph Franke über medizinische Experimente und die Rolle der Behringwerke bei Menschenversuchen im KZ Buchenwald.

3. Staffel

Freitag, 1. November, 18 Uhr: Ausstellung von Pro Asyl „Menschen und Rechte sind unteilbar“; um 20 Uhr Konzert „Migrantig“ mit Andrea Pancur, Hansjörg Gehring und Ian Chapman (Karten 15 Euro, beides in der Henkelhalle). Samstag, 2. November, 14 bis 19 Uhr: Markt der Möglichkeiten in der Henkelhalle mit Musik, Lesungen, Kurzfilmen. Sonntag, 3. November, 14 bis 18 Uhr: Migranten berichten in der Henkelhalle über Flucht und Heimat.

Gedenken in der Vöhler Synagoge.

Samstag, 9. November, 19.30 Uhr: Gedenken zum Pogrom in der Martinskirche, 20 Uhr Gedenkfeier in der Synagoge. Sonntag, 17. November, 14 bis 17 Uhr: Offene Synagoge. Donnerstag, 21. November, 19 Uhr: Vortrag mit Jana Bonn „Antisemitismus – Struktur und aktuelle Ausformungen“. Sonntag, 1. Dezember, 15 Uhr: Eva-Kathrein Hack über „Mischlingskinder“ im Nachkriegs-Asel. Sonntag, 8. Dezember, 14 bis 17 Uhr: Offene Synagoge. Dienstag, 10. Dezember, 19 Uhr: Multimedialer Abend über den Buchenwald-Überlebenden Stéphane Hessel (mit Arolsen Archives).

Infos über die Synagoge und den Förderkreis gibt es hier

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