Bürgermeisterwahl: Vöhl entscheidet am 26. Mai über neuen Rathauschef

Frank Isken: Begeisterter Hobby-Schrauber

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In der Natur: Kandidat Frank Isken mit seiner Frau Silke (von links) mit Enkel Matteo, Sohn Jannik, Pferd Wendy sowie Schwiegertochter Miriam und Lotta. 

Neukirchen – Nah an der Natur lebt Frank Isken mit seiner Familie. Auf Wälder und Wiesen – samt der Familienpferde Wendy und Jasper – blickt er von seiner Terrasse aus. Und die, so erzählt er, hat er selbst gebaut. Isken, einer der beiden Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Vöhl, ist in seiner Freizeit leidenschaftlicher Handwerker.

Steine verlegen, Sitzmöbel aus alten Holzstämmen bauen, am Trecker schrauben: Beruflich sitzt der IT-Verantwortliche bei einem Automobilzulieferer hauptsächlich am Computer, in seiner Freizeit arbeitet er am liebsten mit den Händen, gern auch zusammen mit seinem 25-jährigen Sohn Jannik.

Isken selbst ist in der Landwirtschaft groß geworden, war schon mit sieben Jahren mit dem Trecker unterwegs. Sein Elternhaus ist nur einen Steinwurf von dem Haus entfernt, das er mit seiner Frau Silke vor gut 20 Jahren gebaut hat. Sein Vater sei einer der Pioniere der Biolandwirtschaft gewesen, erzählt der 50-Jährige. Für sich selbst hat er den Beruf jedoch nie im Sinn gehabt.

Leidenschaft zum Beruf gemacht

Doch das Schrauben war seins, also machte er eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker, ging dann vier Jahre zur Bundeswehr. Dort „wurden meine Sinne geschärft“, wie er sagt. „Es hat sich langsam herauskristallisiert, was ich wirklich machen will.“ In einer zweiten Ausbildung lernte er Industriekaufmann „und am ersten Tag in der Berufsschule hat mich die IT eingeholt“. Die Computer haben ihn seitdem nicht losgelassen. „Wenn mir etwas Spaß macht, bekommt es eine Eigendynamik“, sagt er. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Mittlerweile ist der 50-Jährige bei einem Automobilzulieferer in Bad Berleburg für den kompletten IT-Bereich verantwortlich und beruflich oft unterwegs in den ausländischen Werken.

Durch seine Arbeit sei ihm auch bewusst geworden, wie sehr die Digitalisierung hier im ländlichen Raum – auch in Vöhl – noch hinterher hinke. „Dabei dürfen wir uns nicht abhängen lassen.“

Das Handwerkliche ist sein Ausgleich an den Wochenenden. Wenn er dazu kommt, beflockt er Shirts – gern auch mal reihenweise für den Sportverein – ätzt Schriften und Symbole in Gläser, und springt auch mal als Babysitter für die beiden Enkel Matteo und Lotta ein. In jedem Verein in Neukirchen ist Frank Isken Mitglied – außer im Gesangverein, wie er schmunzelnd erzählt. Singen kann er einfach nicht. Dafür greift er immer mal wieder zum Jagdhorn. Aus einer Laune heraus war er vor 20 Jahren mit ein paar anderen im Ort Mitbegründer der Jagdhornbläser. Derzeit seien sie aber nicht besonders aktiv, sagt Isken. „Man verlernt das Spielen aber nie.“

Rathaus Vöhl

Die Hauptrolle in seinem Leben spielt die Familie: Seine Frau Silke Friedewald-Isken kennt der Kandidat bereits seit dem Sandkasten, seit sie 14 Jahre als sind, sind die beiden ein Paar. „Mit Unterbrechungen“, wie seine Frau lachend hinzufügt. Verheiratet sind sie seit 1992, gemeinsam haben sie neben Sohn Jannik auch Tochter Joleen großgezogen, die jetzt 20 Jahre alt ist.

"Ich bin ein zielstrebiger Mensch"

Ein wichtiger Teil von Iskens Leben ist auch die (Kommunal-)Politik. Seit mittlerweile 18 Jahren ist er Mitglieder der FDP, seit 2001 ist er aktiv im Lichtenfelser Stadtparlament. In die Partei sei er zwar durch Zufall gekommen, „aber es hat mir sofort Spaß gemacht“. Die Parteienbindung spiele auch im Kleinen eine Rolle, sagt er. „Auch wenn ich davon kein Freund bin, aber so ist es.“ Für gute Ideen sei er dennoch immer aufgeschlossen – egal von welcher Seite, wie er betont.

Liberale hin oder her: Frank Isken sieht sich als Macher, „ich bin ein zielstrebiger Mensch und mag keine Unentschlossenheit“. Unter Beweis stellen würde er das gern im Amt des Vöhler Bürgermeisters.

Schon jetzt sei er oft in der Nachbargemeinde unterwegs – und wenn es nur zum Einkaufen ist. Er will Ansprechpartner für die Einwohner der Gemeinde sein.

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