Wahl in der Gemeinde ist am 26. Mai

Frank Isken will Bürgermeister in Vöhl werden

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Wird in Vöhl antreten: Frank Isken (vorne) stellt sich am 26. Mai zur Wahl. Heinrich Heidel, FDP, und Gertmann Sude, CDU (von links), unterstützen ihn. 

Vöhl – Frank Isken aus Lichtenfels-Neukirchen möchte der neue Bürgermeister in Vöhl werden. Das gab der 50-Jährige am Mittwoch offiziell bekannt. Bis zur Wahl am 26. Mai will er die Ortsteile und die Menschen, die dort leben, kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen. „Nur so lernt man die Themen kennen, die die Menschen bewegen,“ sagt er.

In der Kommunalpolitik ist Frank Isken seit langem aktiv, seit 18 Jahren sitzt er für die FDP im Lichtenfelser Stadtparlament, zudem ist er seit 13 Jahren Mitglied im Ortsbeirat, war selbst fünf Jahre lang Ortsvorsteher in Neukirchen. Heinrich Heidel, Chef der Vöhler FDP, war es dann, der Isken vor einiger Zeit ansprach und fragte, ob er sich das Amt des Bürgermeisters vorstellen könne. Für Isken war die Antwort schnell klar. „Ich bin lange genug dabei und kann da selbstbewusst herangehen.“

Die Geschehnisse in Vöhl verfolge er seit langem, schließlich gebe es auch eine „enge Partnerschaft und Zusammenarbeit“ mit der Stadt Lichtenfels. Und die, so sagt er, könne man in Zukunft auch noch „optimieren und so Kosten einsparen“. Als Beispiel nennt er den Bauhof der beiden Kommunen.

Am meisten bewege die Bürger aber die Digitalisierung, so Isken. „Wir müssen unsere Stimmen bündeln und an Kreis und Land herantreten.“ Vöhl dürfe sich nicht abhängen lassen. Man müsse überlegen, welchen Eigenanteil die Gemeinde leisten könne und ob man möglicherweise auch heimische Betriebe und Unternehmen mit ins Boot hole, um den Breitbandausbau voranzubringen. Stärken solle man auch den Status als Nationalparkgemeinde. „Dort gibt es noch Potenzial.“

Frank Isken weiß um die Haushaltssituation der Gemeinde. Auch wenn es aktuell einen leichten Überschuss gebe – „es kommen auch wieder schwerere Zeiten“. Die Hausaufgaben seien in den vergangenen Jahren sehr gut gemacht worden, „aber das reicht nicht“. Ihm fehle eine „Strategie für die nächsten zehn bis 15 Jahre, die wir nach und nach abarbeiten“.

Daran wolle er aber nicht allein arbeiten. „Ich will den Menschen die Ideen entlocken, eng mit den Ortsbeiräten zusammenarbeiten und Transparenz schaffen“.

Unterstützt wird er von CDU und FDP. Von der habe er bereits viel Zuspruch bekommen. Die Parteipolitik solle bei der Wahl aber nicht im Vordergrund stehen. Gebe es eine gute Idee, sei es nicht wichtig, von welcher Fraktion diese komme. Für CDU-Vorsitzenden Gertmann Sude ist klar: „Isken kann Bürgermeister.“

Der verheiratete Vater zweier Kinder, der als IT-Verantwortlicher bei einem Automobilzulieferer in Bad Berleburg arbeitet, ist nicht nur in der Kommunalpolitik aktiv, sondern auch im Lichtenfelser Vereinsleben: ob bei der Feuerwehr, dem Musikverein oder dem Schützenverein.

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