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Bauliche Pläne am Maislabyrinth in Basdorf am Edersee

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Von: Stefanie Rösner

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Im Sommer ein Besuchermagnet nahe des Edersees: Das Maislabyrinth in Basdorf soll um gastronomische Angebote und mehr erweitert werden.
Im Sommer bis Herbst ein Besuchermagnet nahe des Edersees: Das Maislabyrinth in Basdorf soll um gastronomische Angebote und mehr erweitert werden. © Stefanie Rösner

Das Maislabyrinth in Basdorf soll baulich verändert und erweitert werden. Das Freizeitgelände mit Gastronomie ist in den vergangenen Jahren so gut angenommen worden, dass der Betreiber nun weitere Pläne hat.

Vöhl - Das gastronomische Angebot soll um eine so genannte Almhütte erweitert werden. Zudem sollen die Toilettenanlage sowie die Verkaufsflächen für die Direktvermarktung angepasst werden.

Die Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung am Dienstag in Vöhl dafür einen Bebauungsplan beschlossen. Der Flächennutzungsplan soll entsprechend geändert werden. Zunächst sind die Behörden und die Öffentlichkeit zu beteiligen. Alle Fraktionen waren sich einig, dass die Pläne des Inhabers unterstützt werden sollen. Das Parlament stimmte geschlossen zu.

„Mit dem Maislabyrinth ist die Idee des sanften Tourismus bereits verwirklicht worden“, lobte Gerhard Henkel als Fraktionsvorsitzender der Grünen das Konzept der beliebten Freizeitanlage. Die baulichen Veränderungen würden die Attraktivität des Geländes allgemein erhöhen, meinte Ulrich Müller von den Freien Wählern. Es handele sich um ein „touristisches Vorzeigeprojekt, das im Einklang ist mit Flora und Fauna“, ergänzte Gertmann Sude (CDU).

Wohnmobilstellplätze könnten entstehen

Den unternehmerischen Mut der Betreiberfamilie lobte Volker König, Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Wir begrüßen es, wenn private Initiativen dazu beitragen, unsere touristische Region voranzubringen.“ Karl-Friedrich Wilke (FDP) verwies auf die Möglichkeit, dort Wohnmobilstellplätze zu errichten. Darüber hinaus seien aus seiner Sicht weitere solcher Stellplätze in der Gemeinde sinnvoll.

Laut der Beschlussvorlage für das Parlament kann sich der Betreiber auch eine Nutzung als Campingplatz beziehungsweise für Wohnmobilstellplätze vorstellen. Das Ingenieurbüro Zillinger aus Gießen hat die Pläne in den Ausschüssen sowie jetzt im Gemeindeparlament vorgestellt.

Laut einem ökologischen Gutachten stehen den Plänen für das Maislabyrinth am Edersee keine artenschutzrechtlichen Belange entgegen. Demnach habe es sich vor der Errichtung des Freizeitparks um eine „deutlich strukturärmere Kulturlandschaft“ gehandelt. Mittlerweile sei die Vogelwelt dort artenreicher als zuvor, da sich zusätzlich zu den so genannten Offenlandarten charakteristische Gebäudebrüter wie Haussperling, Mehlschwalbe und Hausrotschwanz angesiedelt hätten.

Durch Gehölze und Nistkästen seien zusätzliche Nistplätze geschaffen worden. Um die neuen Pläne umsetzen zu können, müsse lediglich auf die Vogelart Neuntöter besondere Rücksicht genommen werden: Dafür müsste eine kleine, der Hecke vorgelagerte Grünfläche während der Brutzeit bis Ende August gesperrt werden. (Stefanie Rösner)

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