Geld für Feuerwehren, Rathaus und Bauhof vorgesehen

Gemeinde will 2019 mehr als eine Million Euro investieren

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Die Alte Schule in Vöhl will die Gemeinde vom Landkreis übernehmen.

VÖHL – Einen ausgeglichen Haushalt mit einem Plus von rund 127 000 Euro hat Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert am Montagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung eingebracht. Steuererhöhungen seien dafür nicht nötig, sagte Stappert. Er warnte jedoch vor allzu großem Optimismus.

Die strengen Vorgaben des Landes würden erreicht durch eine „weiterhin sparsame Haushaltswirtschaft“, sagte Stappert. In ganz Deutschland seien die Steuereinnahmen noch hoch, doch mit einer „deutlichen Abflachung der Kurve“ werde bereits gerechnet. „65 Prozent unserer Steuereinnahmen sind fremdbestimmt“, sagte Stappert. Gehe es der Wirtschaft schlechter, würden diese Einnahmen wieder sinken. Das Land zwinge defizitäre Kommunen zum Handeln. Das sei richtig. Die eigene Steuerkraft der Gemeinde, beispielsweise durch Grundsteuern A und B, Gewerbe- und Hundesteuer, sei „stabil, aber schwach“, so Stappert. Immerhin: In 2019 könnten es rund 159 000 Euro mehr sein, insgesamt 4,202 Millionen Euro sind aus Zuweisungen und Einnahmen geplant.

Während die Kosten für Personal und Versorgung unter anderem wegen Tariferhöhungen steigen, würden Kosten für Sach- und Dienstleistungen sinken, auch wegen geringerer Kosten durch energetische Sanierungen.

Investiert werden sollen in diesem Jahr 1,031 Millionen Euro. Fast 278 000 Euro davon sollen durch Zuschüsse abgedeckt werden.

In Rathaus und Bauhof sollen demnach 131 400 Euro investiert werden, 44 000 Euro für den Kauf der Alten Schule sind bereits eingerechnet. In die Feuerwehren fließen knapp 206 000 Euro, darunter 175 000 Euro für zwei neue Fahrzeuge und 10 000 Euro Planungskosten für neue Feuerwehrhäuser. Für dieAbwasserbeseitigung sind 244 000 Euro eingeplant, insbesondere für die Erneuerung des Prozessleitsystems.

Ein Schwerpunkt des Etats für dieses Jahr solle der Tourismus sein, sagte der Bürgermeister. So seien allein 126 000 Euro an Betriebskostenzuschuss für die Edersee-Touristic einkalkuliert, 65 000 Euro in zwei Jahren für die Rastanlage zum Orketal und 20 000 Euro als Verbandsumlage für den Naturpark Kellerwald. Das Geld sei „gut investiert für die Zukunft unserer Gemeinde“. Die Stärkung des Tourimus müsse in Zukunft ausgebaut werden.

Auch die Feuerwehren samt Neubauten der Gerätehäuser und Anschaffung neuer Fahrzeuge sei ein Schwerpunkt, „um unsere Feuerwehren für die Zukunft zu stärken“.

Der Etat 2019 sei ein „Haushalt positiver Zahlen“, bilanzierte Stappert. Er appelliere an die Gemeindevertreter, „die Chancen für eine weitere wirtschaftliche Gesundung“ zu nutzen.

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