Vöhler SPD lädt heute ins Gasthaus Kohlberg nach Herzhausen ein

Gesprächsabend zur Barrierefreiheit

+

Vöhl-Herzhausen. Menschen mit Handicap das Leben erleichtern Dieses Ziel haben sich die Vöhler Sozialdemokraten für die nächsten fünf Jahre auf ihre Fahne geschrieben: Am heutigen Dienstagabend laden sie um 18.30 Uhr im Gasthaus Kohlberg in Herzhausen zur Informationsveranstaltung unter dem Titel „Selbstbestimmt und unabhängig leben: Barrieren abbauen“ ein.

Im Rahmen der Möglichkeiten einer finanzschwachen Gemeinde – so formuliert es der Spitzenkandidat der SPD für die Wahl zur Gemeindevertretung, Karl-Heinz Stadtler – soll es älteren Menschen und Menschen mit einem Handicap leichter gemacht werden, in Dörfern wie denen der Gemeinde Vöhl zu wohnen und zu leben. Deshalb, so Stadtler, freue er sich, mit der parteilosen Marita Göbel eine Frau für die Kandidatur gewonnen zu haben, die als VdK-Vorsitzende des Ortsverbandes Vöhl/Itter und ihrer Verbandstätigkeit auf Kreis- und Hessen-Ebene Fachfrau für diesen Themenbereich ist.

Die Bedürfnisse der älteren Menschen wie auch der Menschen mit einer Behinderung müssten in allen Bereichen stärker in den Fokus gerückt werden: In der Gemeinde ebenso wie bei Architekten, Handwerkern, Kaufleuten, Gastronomen und den Betreibern anderer öffentlicher Einrichtungen. 

Bei der heutigen Infoveranstaltung sind die Referenten Horst Gunnesch und Bernd Duve-Papendorf zu Gast, beide vom VdK-Bezirksverband Marburg. Gunnesch spricht zum Thema „Ein Leben in der Kommune mit weniger Barrieren – Barrierefreiheit als Lebensqualität“. Er wird dabei auch die UN-Behindertenrechtskonvention und das Hessische Behinderten-Gleichstellungsgesetz ansprechen. Wohnraumberater Duve Papendorf referiert unter der Überschrift „Wohnen im Alter oder mit Handicap – am liebsten zu Hause“. Er spricht damit zum einen betroffene Ältere und Menschen mit Handicap an, will aber auch Handwerkern, Gastronomen und Kaufleuten zeigen, dass Barrierefreiheit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden ist und die gegenwärtige Position weiter verbessern kann.

In ihrer Einladung merken die Vöhler Sozialdemokraten an, dass jeder von uns plötzlich krank werden, einen Unfall erleiden oder in der einen oder anderen Weise - beispielsweise auch allein aufgrund des Alters – behindert sein könne. Die Wohnung, die man vorher nach eigenen Vorstellungen gemütlich und schön gestaltet habe, könne plötzlich ebenso Schwierigkeiten bereiten wie das Autofahren, das Einkaufen oder die Erledigung anderer Aufgaben im öffentlichen Raum.

In einer im Durchschnitt älter werdenden Gesellschaft werde es immer wichtiger, darauf zu achten, dass Menschen so lange wie irgend möglich selbstbestimmt und unabhängig leben können, betont Karl-Heinz Stadtler.

Fachfrau Marita Göbel fügt hinzu: „Es gibt viele Arten der Einschränkung, die man in Folge von Krankheit, Unfall oder Alter erleben kann. Dazu gehören Beeinträchtigungen der Sehkraft, des Gehörs und des Gedächtnisses ebenso wie Probleme beim Gehen oder bei der Arbeit mit den Händen.“ Und manchmal seien es nur Kleinigkeiten, die geändert oder ergänzt werden müssten. Wenn die Sensibilität in der Gemeinde – beim Rathaus wie auch im privaten Bereich – zunimmt, steigert dies nach Auffassung der Vöhler Sozialdemokraten auch die Attraktivität der Gemeinde für den Tourismus. (r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare