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Grundschüler aus Vöhl und Herzhausen pflanzen Bäume im Gemeindewald

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Von: Stefanie Rösner

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Ab in die Erde: Thomas Brüne bohrt Löcher und die schüler Moritz (Mitte) und Theo pflanzen junge Kiefern.
Ab in die Erde: Thomas Brüne bohrt Löcher und die schüler Moritz (Mitte) und Theo pflanzen junge Kiefern. © Stefanie Rösner

Drittklässler der Grundschulen Vöhl und Herzhausen säen und pflanzen Bäume auf einer Fläche im Gemeindewald, damit hier ein schöner Mischwald entsteht, wie der Revierförster Fabian Treyse erklärt.

Vöhl – Mit Spaten und Harke, winzigen Samen und zarten Setzlingen machen sich die Grundschüler ans Werk. Die Kinder sind eifrig bei der Sache. Schnell sind die ersten Pflänzchen in der Erde.

Die Gemeinschaftsaktion der Schulen mit der Gemeinde Vöhl und der Kommunalwald GmbH hatten die Gemeindevertreter in einem Beschluss angeregt. Es sollte etwas für die Natur getan werden. „Wenn Kinder selbst etwas schaffen, wissen sie es zu schätzen und zu pflegen“, erklärte der Vöhler Bürgermeister Karsten Kalhöfer.

So kam es zu diesem besondern Schultag für die Kinder, die ein Waldstück in der Nähe des Neubaugebietes Fichtenweg im Ortsteil Vöhl aufforsten durften. Kalhöfer half ebenso mit wie Fraktionsvorsitzende des Gemeindeparlaments und Mitarbeiter der Kommunalwald GmbH. Mit einem Bohrer konnten so Löcher in den staubtrockenen Boden gegraben werden, um junge Küstentannen hineinzusetzen. „Wir haben vorher Gassen gemulcht, um dafür Platz zu schaffen“, sagte Fabian Treyse. Nach dem Sturm Kyrill waren vor Jahren Douglasien gepflanzt worden, von denen aber laut dem Revierförster zu wenige angewachsen sind. „Nun gilt es, die Lücken zu bepflanzen.“

Winterlinde und Kiefer

Die Kinder teilten sich in Gruppen auf, harkten kleine Bereiche frei, um Samen von den Baumarten Winterlinde und Kiefer zu säen und sie anschließend fest zu trampeln. „Alle zwei bis drei Meter könnt ihr immer ein Körnchen setzen“, leitete Fabian Treyse sie an.

Der Regen, der während der Pflanzaktion fiel, bescherte den Kindern zwar durchnässte Kleidung, wird den jungen Bäumen aber gut tun und ihr Wachstum fördern. Der Förster hofft auf weiteren Regen in den nächsten Wochen. Stolz waren die Jungen und Mädchen auf „ihre“ kleinen Bäume und auf das, was sie geleistet haben. „Ja, es macht Spaß“, sagten sie schlicht, bevor sie sich bei Bratwurst und Limonade unter Pavillons aufwärmten.

Die Lehrer und der Bürgermeister kündigten an, dass die gemeinsame Aktion mit der Gemeinde, der Ederseeschule Herzhausen und der Henkelschule Vöhl von nun an jedes Jahr wiederholt werden soll. Künftig soll es dann vor allem um die Pflege der jungen Bäume gehen. „So können die Kulturen über die Jahre beobachtet werden“, sagte Bürgermeister Karsten Kalhöfer. Er dankte den Mitarbeitern der Kommunalwald GmbH für ihr Engagement. (Stefanie Rösner)

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