„Jugendburg hat sich prächtig entwickelt“ 

Hessenstein als Herberge und Bildungsstätte feiert zehnjähriges Bestehen  

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10 Jahre Burg Hessenstein: Die Gesellschafter, Unterstützer aus Politik und Gesellschaft, sowie ausgezeichnete Mitarbeiter der Jugendburg Hessenstein unter der Regie von Landkreis, NABU und Kreishandwerkerschaft vor dem Burgtor.

Vöhl. Zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Jugendburg Hessenstein unter der Regie von Landkreis, NABU und Kreishandwerkerschaft fanden sich Betreiber und Unterstützer aus der Politik und Wirtschaft zusammen. NABU-Landesgeschäftsführer Hartmut Mai und Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, führten durch die Feierstunde.

Am Anfang des Rückblicks stand die Reaktion des damaligen Kreisbeigeordneten Otto Wilke (FDP) auf den Ausstieg des Deutschen Jugendherbergswerk aus der Burg, da dem bisherigen Betreiber der Aufwand für die Angleichung an anspruchsvollere Standards zu hoch erschien. Gerade im Hinblick auf den Nationalpark erschien der Wegfall der ältesten Jugendherberge Hessens nicht akzeptabel. Vor diesem Hintergrund brachte Wilke Partner zusammen, die bislang niemand miteinander assoziiert hatte: den Naturschutzbund Hessen und die Kreishandwerkerschaft. „Als wir im Herbst 2007 auf dem verlassenen Burghof standen, war uns sofort klar: Nur durch einen beherzten Einsatz können wir das historische Gemäuer wieder zu neuem Leben erwecken“ beschrieb Hartmut Mai den ersten Impuls zur Partnerschaft. In den letzten zehn Jahren hatte der NABU über 200 000 Euro in Bildungsarbeit investiert.

Die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg (CDU) und Jürgen Frömmrich (Die Grünen), damals die Ansprechpartner im Kreistag, erinnerten sich an Zusagen und den Anspruch, die nächste Generation zu erreichen.

Mit 160 000 Übernachtungen im Jahr befindet sich die Jugendburg Hessenstein in Sachen Auslastung im erwarteten Rahmen, die Standards in Sachen Unterbringung übertreffen DJH-Standards. Mit Investitionen in Inklusion wurde neben dem Naturschwerpunkt ein weiteres Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Die Gesellschafter investierten 600 000 Euro für einen barrierefreien Umbau, berichtete Jugendburg-Geschäftsführer Dr. Berthold Langenhorst. Mit Unterstützung der Aktion für Behinderte Menschen entstand eine kontrastreiche und sensorisch schlüssige Konzeption, die auch von der Blindenanstalt Marburg mit entwickelt wurde.

„In den letzten zehn Jahren hat sich die Jugendburg prächtig entwickelt. Immer mehr Schulklassen, Gruppen und Familien kommen auf die Burg, um Natur, Handwerk und Mittelalter zu erleben“, zog Kreisbeigeordnete Hannelore Behle eine positive Bilanz. Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze verwies auf die große Unterstützung der Jugendburg durch die heimische Wirtschaft. Nächster Schritt sei die komplette Renovierung der Burgstraße.

Am Ende der Feierstunde zeichnete Dr. Langenhorst fünf verdiente Mitarbeiter aus: Betriebsleiterin Stefanie Huwald, Hausmeister Günther Dubbert, sowie die Reinigungskräfte, Judith Bressler, Christa Kalhöfer und Petra Fleck. (ahi)

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