Herbergsbetrieb läuft regulär weiter

Keine Flüchtlinge auf dem Hessenstein

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Auf der Jugendburg bei Ederbringhausen ziehen keine Flüchtlinge ein.

Vöhl-Ederbringhausen. Auf Burg Hessenstein ziehen keine Flüchtlinge ein, weil der Bedarf gar nicht mehr groß genug sei. Darüber informierte Berthold Langenhorst, Geschäftsführer der Jugendburg.

Im Winter 2015 erreichte den Geschäftsführer der Jugendburg Hessenstein eine Anfrage des Landkreises: „Damals entstand die Idee, unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge auf der Jugendburg unterzubringen“, erzählte Berthold Langenhorst beim Pressegespräch im Januar. Weil die Herberge in den Wintermonaten grundsätzlich weniger belegt sei, wäre eine Aufnahme von jungen Flüchtlingen möglich gewesen, sagt der Geschäftsführer. „Das passt ja auch in unser Selbstverständnis und unser Konzept als Bildungseinrichtung“, erklärt Langenhorst, „auch wenn wir uns darüber im Klaren waren, dass es eine besondere Herausforderung gewesen wäre.“ Er räumt allerdings ein, dass so eine Unterbringung auf der Jugendburg immer nur als Übergangslösung funktionieren könne. „Denn ab März sind wir dann gut belegt“, erklärt er. „Kein Bedarf“ Dann habe sich aber herausgestellt, dass der Bedarf gar nicht so groß werde, wie erwartet. Der Landkreis nahm die Anfrage also zurück. „Wir hätten wohl einige Buchungen absagen müssen“, sagt Langenhorst, „das hätten wir auch getan, war dann aber nicht mehr nötig.“ Damit steht nun fest: Auf der Jugendburg ziehen keine Flüchtlinge ein. Über die Sommermonate gebe es dafür keine Kapazitäten und im nächsten Winterhalbjahr schließt die Herberge dann für fünf Monate die Türen, um die Sanitäranlagen zu sanieren. (resa)

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