Arbeiten von Johannes Eichhorn sollen zum Nachdenken anregen

Klimawandel in Acryl: Ausstellung im Nationalparkzentrum

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Die neue Ausstellung im Nationalparkzentrum eröffneten (von rechts) Prof. Dr. Johannes Eichhorn, Erika Hofmann, Matthias Stappert, Dr. Gitta Langer, Manfred Bauer und Manfred Jahnes. 

Vöhl-Herzhausen – „Klimablicke – Offensichtliches und Verborgenes“ heißt die neue Ausstellung, die ab Dienstag, 12. Februar, im Nationalparkzentrum in Herzhausen zu sehen sein wird. Prof. Dr. Johannes Eichhorn zeigt dort Bilder, die sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen und mit denen er die Betrachter zum Nachdenken anregen will.

Einen „anderen Blick auf Dinge, die selbstverständlich erscheinen“ will Prof. Dr. Johannes Eichhorn mit seinen Werken ermöglichen. Beispielsweise auf das Eis der Antarktis. Die Abschmelzung gehe schneller als erwartet, so Eichhorn bei der Vernissage. Untersuchungen der NASA würden zeigen, dass sich Teile abtrennen. Eichhorns Bilder sollen diese und andere Veränderungen der Umwelt darstellen.

Im Fokus steht bei dem Künstler dabei auch, Zahlen in Bildern auszudrücken, die oft genutzt würden, „aber außerhalb jeder Wahrnehmbarkeit liegen“. Wer könne sich schon vorstellen, was Zahlen wie das durchschnittliche Temperaturmittel bedeuten, fragte er. In Sachen Klimawandel, bei so bedeutenden Umwälzungen, müsse man den Menschen mitnehmen. Er ist sich bewusst: „Das ist eine Herkulesaufgabe.“

Seine Acrylarbeiten, die Wälder und Ozeane als „klimaschützende Elemente“ zeigen, die Trockenheit afrikanischer Landschaften und Tiere wie Pflanzen und deren (mögliche) Veränderungen durch den Klimawandel sollen zum Nachdenken anregen, wünscht sich der Abteilungsleiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt.

Das hofft auch Manfred Bauer, Leiter des Nationalparkamts, der in die Ausstellung „Klimablicke“ einführte. Er sagte, dass Populisten immer wieder betonen würden, dass es den Klimawandel nicht geben würde, „doch wir wissen es besser. Er ist das Menschheitsproblem und wird uns sehr beschäftigen in den nächsten Jahrzehnten.“ Das Thema sei jedoch oft abstrakt und sehr wissenschaftlich, für viele nicht unmittelbar spür- und sichtbar, so Bauer. „Deshalb ist ein anderer gedanklicher Zugang nötig.“ Den lieferten die Arbeiten von Eichhorn, der sich mit dem Klimawandel nicht nur wissenschaftlich im Berufsleben, sondern auch künstlerisch in seiner Freizeit auseinander setze. Erika Hofmann, Leiterin des Nationalparkzentrums, dankte Eichhorn für „die beeindruckenden Bilder, die ein wichtiges Thema vermitteln“.

Johannes Eichhorn, verheirateter Vater dreier Kinder, hatte bereits mehrere Einzelausstellungen, unter anderem in Kassel, Hamburg, Brüssel und Bad Hersfeld. Er besuchte mehrere Kunstakademien, hauptsächlich im europäischen Ausland. Die Werke, die in Herzhausen ausgestellt werden, sind käuflich zu erwerben.

Dann ist das Nationalparkzentrum geöffnet

Das Nationalparkzentrum in Herzhausen ist bis einschließlich 11. Februar wegen Wartungsarbeiten geschlossen, am Dienstag, 12. Februar, öffnet es wieder für Besucher. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt kostet 6,50 Euro, für Kinder und Jugendliche vier Euro.

Im Zentrum wird derzeit die Technik auf den neuesten Stand gebracht, auch ein neuer 3D-Erlebnisfilm samt neuer Effekte wird gedreht. Alles über die Neuerungen gibt es hier

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