Landwirte und Wanderer profitieren

Mehr Fördergeld für Feldwege in der Gemeinde Vöhl

Feldweg zwischen Marienhagen und Obernburg.
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Höhere finanzielle Mittel für den Feldwegebau: Die Vöhler Gemeindevertreter haben eine Satzung beschlossen, die mehr Fördergeld in die Kasse spült. Das Bild entstand zwischen Marienhagen und Obernburg.

Möglichst viele Fördermittel generieren – das hatte sich der Vöhler Bürgermeister Karsten Kalhöfer im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben.

Vöhl – Einen Schritt in diese Richtung gingen die Vöhler Gemeindevertreter am Montagabend bei ihrer Sitzung. Einstimmig beschlossen sie eine Satzung, die eine höhere Förderung ermöglicht.

Diese bezieht sich auf die Benutzung von Feld- und Wanderwegen und führt dazu, dass die Gemeinde eine um zehn Prozent höhere finanzielle Unterstützung im Wirtschaftswegebau erhält: Nach der Richtlinie des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung werden Arbeiten an Feld- und Wanderwegen nun mit insgesamt 65 Prozent bezuschusst.

„Wir sind auf diese Förderung angewiesen“, betonte Volker König (SPD). Auch Heinrich Heidel (FDP) sieht die Gemeinde in der Verantwortung. „Es ist notwendig, dass für Feld- und Wanderwege aufgekommen wird“, sagte er. „Es ist gut und richtig“, bestätigte auch Karl-Wilhelm Brüne (CDU). Lobend erwähnte er, dass Ortsbeiräte, Landwirte und Kreisbauernverband in die Planungen miteinbezogen wurden.

„Wegränder sollen geschützt werden“

Einen Änderungsantrag, den Susanne Kubat, Fraktionsvorsitzende der BI Grüne Liste, gestellt hatte, wurde zur Aussprache in eine spätere Sitzung verschoben. Darin forderte sie ein Konzept zur Bewirtschaftung der Wegsäume. Die seien im Rückgang begriffen, durch zu frühes Mähen und Mulchen.

Ziel müsse ein vielfältiger Wegrand sein, der als Rückzugsgebiet für Insekten und Tiere diene. „Man könnte sich an dem Magerrasen-Biotop bei Asel orientieren“, sagte die Gemeindevertreterin. Das sei nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch ästhetisch.

Der Vorschlag rief unterschiedliche Reaktionen hervor, deshalb plädierten gleich mehrere Gemeindevertreter dafür, ihn zur Beratung auf die nächste Tagesordnung zu setzen. Das akzeptierte Susanne Kubat: „Wir halten daran weiter fest, bestehen aber nicht darauf, sofort darüber abzustimmen.“ (sk)

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