Schönheiten der Natur erhalten  

Herzhausen: Viel Applaus für Videos des Naturfotografen Dieter Bark 

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Eindrucksvolle Bilder: Auch Jungfüchse beim Spielen hat der Mengeringhäuser Naturfotograf Dieter Bark vor die Linse bekommen. 

Vöhl-Herzhausen. Schillernde Eisvögel, farbenprächtige Herbstimpressionen, ausdruckstarke Eulengesichter und putzige Jungtiere – der Mengeringhäuser Naturfotograf Dieter Bark zeigte im voll besetzten Saal des Gasthauses Kohlberg eindrucksvolle Bilder in acht Kurzvideos.

Mit Unterstützung von Markus Grosche gelang es ihm, Faszination Natur mit modernen Medien zu vermitteln.

Der 79-jährige ehemalige Förster in Twistetal entdeckte vor fünf Jahrzehnten seine Gabe für die Naturfotografie. Während er früher in vielen Orten auch Super-8-Filme zeigte, widmet sich Bark seit seiner Pensionierung der Digitalfotografie. Seine Naturfotos sind bundesweit gefragt. Mit Musik und moderner Technik verknüpft er die Aufnahmen zu bewegten Bildern.

„Besondere Begegnungen in der Natur“ hieß der Titel der ersten Bilderschau mit einer Reihe von Wasservögeln am Twistesee. Besonders eindrucksvoll und kaum zu glauben: Eine Aal-Jonglage hungriger Kormorane. Bark gelangen Bilder von der Geburt eines Rehkitzes oder Weißstörchen in heller Mondnacht. Eine große Mehlschwalbenkolonie, ein junger Schwarzstorch im Tal der Twiste oder Rotmilane am blauen Sommerhimmel sorgten bei Bark für einen „bewegten Sommer“. Mit Sensibilität und Zurückhaltung gelangen ihm auch Aufnahmen von Jungfüchsen, am Nest von Turmfalken, Schleiereulen, Rauchschwalben und Dohlen.

Weitere Videos widmete er dem seltenen Schwarzstorch oder den Uhus in Twistetal. Viele Stunden verbringt Bark in einem Tarnzelt, um an außergewöhnliche Aufnahmen zu gelangen. Tiere, die sich auf den Winter vorbereiten, entdeckte er in Waldecker Wäldern, darunter Haselmaus, Siebenschläfer, Bergfinken und Birkenzeisige. Auch den Vogel des Jahres 2018, den Star, stellte Bark mit eindrucksvollen Fotos im Jahresverlauf vor.

Abschließender Höhepunkt der Bilderschau waren aktuelle Aufnahmen unter dem Titel „Heiligabend am Weißen Stein“. Auf dem Mengeringhäuser Waldteich fotografierte Bark einen Eisvogel beim Fischen und bei der Körperpflege. „Hinter meinen Bildern steckt viel mehr, nämlich der Appell, die Schönheit der Natur zu erhalten“, betonte Bark. Er dankte vielen Unterstützern für wertvolle Fototipps. Auch im Alter stecke er täglich noch voller Ideen für neue Projekte.

Der stellvertretende NABU-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Bastet würdigte Barks jahrzehntelanges Wirken. Der Vorsitzende der NABU-Gruppe Burgwald, Klaus Klimaschka, überreichte eine Flasche „Steinkauztropfen“ aus Ernsthausen, wo Bark die kleinen Eulen mehrere Jahre lang fotografisch begleitete.

Dr. Berthold Langenhorst, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Naturbildung beim NABU Hessen, lobte die Ausdruckstärke von Barks Bildern: „Wir müssen viele Menschen von der Natur begeistern, damit sie sich für ihren Schutz einsetzen“. (sr)

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