Sportverein Buchenberg investiert 110 000 Euro in Kunstrasenplatz

Mitglieder sollen mit anpacken: Neuer Platz für junge Fußballer

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Viel in Bewegung: Bernd Backhaus, Vorsitzender des Sportvereins Buchenberg, am alten Tennisplatz, aus dem jetzt ein Soccercourt werden soll. 

Vöhl-Buchenberg. Investitionen über 150 000 Euro: Der Sportverein Buchenberg investiert in einen Soccerplatz und ändert die Wasserversorgung. Ein Teil des Geldes steuern Land und Landessportbund bei, doch den größten Teil von rund 100 000 Euro muss der Verein selbst aufbringen. Nun werden Sponsoren gesucht. Die Mitglieder selbst sollen sich mit praktischer Arbeit einbringen.

„Das ist eine Hausnummer, aber auch eine Investition in die Zukunft“, sagt Vorsitzender Bernd Backhaus. Der Jugendfußball ist stark aufgestellt, aus 28 Dörfern kommen die Jungs und Mädels der neuen Jugendspielgemeinschaft (JSG) Edersee, um zu kicken. Der Tennisplatz – direkt neben dem Fußballplatz gelegen – wird dagegen kaum genutzt. Deshalb soll jetzt ein Soccerplatz her. 55 mal 35 Meter groß wird der Kunstrasenplatz, auf dem sich später durch mobile Einrichtungen auch Tennis spielen lässt.

Zwei fest eingebaute Tore wird der neue Fußballplatz haben, der von einer Bande umgeben sein wird. Noch in diesem Jahr, so sagt Backhaus, soll der Platz fertig sein.

Dass es dafür überhaupt Geld vom Land gibt, ist der Hartnäckigkeit des Vereins zu verdanken. Jahrelang sei es hin und her gegangen, berichtet Backhaus. Schließlich haben sie bei einer Veranstaltung Hessens Innenminister Peter Beuth angesprochen und ihm die Situation dargelegt. Er lud sie nach Wiesbaden ein. Die Kooperation mit der Ederseeschule war ein Grund, warum er letztlich Hilfe zugesagt hat, so Backhaus.

Samstagvormittag erster Arbeitseinsatz

Die Bohrung auf der Suche nach Wasser. In 60 Metern Tiefe wurde die Firma fündig.

Aber: Sowohl der Landkreis als auch der Sportkreis sehen keine Förderfähigkeit, kritisiert Backhaus. Deshalb müssen die Mitglieder ran und viel selbst machen. Schon am Samstag, 10. März, sind ab 9 Uhr alle zum Helfen aufgerufen. Auch Sponsoren werden gesucht, die einen Quadratmeter des Platzes finanzieren und später als Werbepartner präsentiert werden. Auch größere Events sollen Geld in die Kasse spülen.

Ein weiteres Problem hat der Verein gelöst: Die Suche nach Wasser. Weil es in den vergangenen Jahren zunehmend eng mit der Bewässerung wurde, weil die Quellen der Gemeinde erschöpft waren, musste teils noch gegossen werden. Das Wasser hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt, doch das Geld in der Haushaltskasse ist knapp.

Deshalb hat der Verein von einem Unternehmen einen Bohrung vornehmen lassen auf der Suche nach Wasser. Und: In 60 Metern Tiefe sind sie fündig geworden. 3000 Liter pro Stunde fließen dort, eine ausreichende Menge, wie Backhaus sagt.

Ein Tank mit einem Fassungsvermögen von 50 Kubik wurde bereits bestellt. Das werde auch die Trinkwasserversorgung in Vöhl entlasten, sagte Bauamtsleiter Volker Ashauer. Inklusive Soccerplatz kosten die Veränderungen den Verein 150 000 Euro.

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