Viel Lob beim Fest der Herzhäuser Einrichtung

Nationalparkzentrum feiert zehnten Geburtstag 

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Erika Hofmann (von links), Peter Gaffert, Ministerin Priska Hinz, Matthias Stappert und Manfred Bauer in der Ausstellung.

Vöhl-Herzhausen. Voll des Lobes zum runden Geburtstag: „Das ist eine Erfolgsgeschichte, die wir weiter schreiben wollen“, sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz über das Nationalparkzentrum Kellerwald. Sie war zum Fest zum zehnjährigen Bestehen des Infozentrums nach Herzhausen gekommen und betonte die Bedeutung der Einrichtung, die weit über die Region hinaus strahle.

Dass es in der Anfangszeit keineswegs konfliktfrei lief, daran erinnerte Priska Hinz in ihrer Festrede. Die Einrichtung des Nationalparks habe bei vielen Menschen Fragen aufgeworfen, doch rückblickend könne man sagen: „Es war eine gute Entscheidung.“ Dass es auch ein Infozentrum brauche, sei schnell klar gewesen, denn dort sollten sich die Menschen mit dem Nationalpark vertraut machen und dafür begeistert werden.

Fünf Millionen Euro habe das Land für den „tollen, auffälligen Bau“ bereitgestellt, weitere 1,1 Millionen für die Ausstellung. „Hier soll man der Natur nachspüren und sie mit allen Sinnen begreifen“, so Hinz. „Das Konzept hat sich bewährt.“ Das Nationalparkzentrum sei ein Besuchermagnet, der auch die regionale Wirtschaft stärke, und weit über die Region hinaus werbe.

Ken (links) und Jakob entdecken die interaktive Ausstellung. 

Auf dem Erreichten dürfe man sich aber nicht ausruhen, eine Weiterentwicklung sei wichtig, schließlich stehe man im Wettbewerb mit anderen Bildungseinrichtungen. Deshalb habe das Land 500 000 Euro zur Verfügung gestellt, um einen neuen 3D-Film drehen zu können. Die Gemeinde Vöhl sei von Anfang an ein wichtiger Partner gewesen, auch als Bauherr des Zentrums.

Dass man auch gern weiterhin Verantwortung tragen wolle, sagte Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert. Die Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt sei gut und sehr eng. „Das Nationalparkzentrum ist ein Gewinn für die Region,“ sagte Matthias Stappert.

Das Zentrum sei ihm stets eine Herzensangelegenheit gewesen, sagte Peter Gaffert, ehemaliger Leiter des Nationalparkamts und heute Oberbürgermeister von Wernigerode. Es sei damals gelungen, dass das Land den „abenteuerlichen Ideen“ folge. Die Architektur sei „nicht Kellerwald-typisch“, nicht jeder sei begeistert gewesen, „als wir mit dem Ufo kamen“. Aber, so Gaffert: „Für ein so innovatives Projekt war das richtig.“ Der damalige Vöhler Bürgermeister Harald Plünnecke und der damalige Umweltminister Wilhelm Dietzel hätten das Vorhaben gemeinsam in enger Zusammenarbeit vorangebracht.

Für die Besucher gab es zum Fest – neben kostenlosem Eintritt – ein Programm aus Führungen durch die Ausstellung, musikalischer Comedy mit der Comedy-Company und eine Slide-Show in 3D, die einen Rückblick auf den Bau des Nationalparkzentrums gab. Ein Wildkatzenpfad sowie Kinderschminken und ein Malwettbewerb rundeten das Fest zum Geburtstag des Nationalparkzentrums ab.

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