Land investiert rund 500.000 Euro in Einrichtung in Herzhausen

Nationalparkzentrum: Neue Technik, neue Effekte, neuer 3D-Film

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Aussortiert: Stefan Ufers, Haus- und Ausstellungstechniker im Nationalparkzentrum, mit der veralteten Technik. Server, Prozessoren, Kabel wurden erneuert. 

Vöhl-Herzhausen – 500 000 Euro für den neuesten Stand der Technik: Im Nationalparkzentrum in Herzhausen steht derzeit nicht nur die jährliche Wartung an. Rund 180 000 Euro werden in neue Technik investiert. Auch wird noch in diesem Jahr für rund 320 000 Euro ein neuer 3D-Film entstehen – neue Effekte für die Zuschauer inklusive.

Das Rauschen des Windes, vibrierende Sitze und das Krabbeln von Tierchen können Zuschauer des aktuellen 3D-Films über den Nationalpark seit zehn Jahren erleben. Nun, nach einem Jahrzehnt, wird in diesem Jahr ein neuer Film gedreht, ebenfalls in 3D und mit allerlei Effekten. Auch künftig können die Besucher quasi hautnah spüren, was sie auf der Leinwand sehen. Neu ist: Künftig wird auch Nebel durch den Kinosaal wabern. Die Nebelmaschine wird derzeit eingebaut, berichtet Stefan Ufers, Haus- und Ausstellungstechniker im Nationalparkzentrum. Passend dazu gibt es neue Lichteffekte, die zusammen mit dem Nebel eine besondere Stimmung erzeugen sollen.

Neuer Effekt: Eingebaut wird derzeit eine Nebelmaschine. Sie soll während des neuen Films zum Einsatz kommen, der dieses Jahr gedreht wird.

Wieder funktionieren wird in Zukunft der Wassereffekt. Im Film ist zu sehen, wie mit Wasser aus einem Bach gespritzt wird. Ein paar Spritzer von dem kühlen Nass haben dann auch stets die Zuschauer erwischt. Doch dieser Effekt habe zuletzt nicht mehr funktioniert, sagt Stefan Ufers. Nun wurden 500 Meter neue Schläuche verlegt. Auch die Aufbereitungsanlage für das Wasser wurde erneuert.

Im Hintergrund gibt es viele weitere Neuerungen. So wurde nach zehn Jahren ein neuer Soundprozessor angeschafft und schon Ende des Jahres kamen zwei neue Beamer. Durch die modernere Technik werde auch das Bild schärfer, erklärt Ufers.

Doch nicht nur die Technik für den Film wurde erneuert, sondern die der kompletten Ausstellung. „Störungen gab es zwar bislang nicht, aber weil alles zehn Jahre alt war, war es störanfällig“, so Ufers.

Server, Steuerungen, Datenkabel wurden erneuert, damit künftig auch alles reibungslos funktioniert. Bislang gab es zudem unterschiedliche Technik von unterschiedlichen Herstellern, jetzt wird alles vereinheitlicht. Das ist eine der komplexesten Aufgaben in den vergangenen Wochen gewesen. Drei Experten eines deutschen Herstellers arbeiten aktuell noch daran, alles umzustellen und so anzupassen, dass der alte Film, aber auch der neue läuft. „Das ganze Wochenende hindurch wurde programmiert“, sagt Erika Hofmann, Leiterin des Nationalparkzentrums.

Blick ins Innere: Alle inte raktiven Ausstellungsstücke werden geprüft.

In der Ausstellung selbst werden derzeit alle Ausstellungsstücke mit integrierter Mechanik oder Technik geöffnet, um sie zu kontrollieren. Sensoren und Funktionsweisen werden geprüft, Becken in den Erlebnisräumen gereinigt. Lüftung und Klimaanlage wurden bereits gewartet. Am Samstag, 2. Februar, um 10 Uhr öffnen die Türen des Nationalparkzentrums wieder für Besucher.

Das Team des Nationalparkzentrums arbeitet dann weiter am neuen Film. Ein didaktisches Konzept steht bereits, sagt Hofmann. Mit den Filmemachern habe es auch bereits eine Begehung im Nationalpark und im Nationalparkzentrum gegeben.

Alle Jahreszeiten sollen sich in dem Film wiederfinden, verrät Hofmann. Bis in den Herbst hinein werde gedreht. Dann folge die aufwendige Nachbearbeitung. Wann der Film erstmals zu sehen sein wird, ist noch nicht klar. „Wir wollen dem Projekt lieber etwas mehr Zeit geben, denn der Film soll richtig gut werden.“

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