Auch für Vereine nutzbar

Feuerwehrhaus-Neubau in Buchenberg: Gemeindevertretung beschließt Doppellösung

In einer kurzen Präsenzveranstaltung tagten die Vöhler Gemeindevertreter am Montagabend im Freien. Im Halbkreis wurde vor der Henkelhalle über die bereits beratenen Punkte abgestimmt.
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Abstimmung der anderen Art: In einer kurzen Präsenzveranstaltung tagten die Vöhler Gemeindevertreter am Montagabend im Freien. Im Halbkreis wurde vor der Henkelhalle über die bereits beratenen Punkte abgestimmt. Das Foto zeigt einige der Vertreter.

Gemeindevertretersitzung, Teil zwei – Nachdem am 25. Januar in einer Videokonferenz über die Tagesordnungspunkte der Sitzung der Vöhler Gemeindevertretung beraten wurde, stand am vergangenen Montagabend eine Abstimmung an.

Vöhl – Diese fand im Freien und unter Beachtung der Corona-Regeln vor der Vöhler Henkelhalle statt. „Heute werden wir über kein Thema beraten, das haben wir schon vor einer Woche gemacht“, betonte der Vorsitzende Karl-Heinz Stadtler zu Beginn der Veranstaltung, „heute wird nur abgestimmt.“

Ein Tagesordnungspunkt war der Neubau des Feuerwehrhauses in Buchenberg. Bereits im September 2020 wurde das Projekt von der Gemeindevertretung beschlossen. Da die Maßnahme auf Platz eins der Prioritätenliste des Landkreises gesetzt wurde, kann fest mit einer Förderung gerechnet werden. Deshalb war es nun erforderlich zu entscheiden, ob das Gebäude als reines Feuerwehrhaus gebaut werden soll oder ob auch eine Nutzung der Schulungs- und Aufenthaltsräume durch die Ortsgemeinschaft ermöglicht werde. Aufgrund der notwendigen strikten Trennung der Bereiche wären dann unter anderem zusätzliche Sanitärräume notwendig. Das bedeute, dass die Kosten auf schätzungsweise 1,16 Millionen Euro ansteigen würden. Im Vergleich dazu koste ein reiner Feuerwehrfunktionsbau laut Schätzung des Architekturbüros 1,085 Millionen Euro.

Nachdem vor einer Woche sowohl der Ausschuss für Soziales und Tourismus als auch der Haupt- und Finanzausschuss bekannt gaben, einstimmig für die Erweiterung gestimmt zu haben, zeigte sich auch bei den Gemeindevertretern eine klare Tendenz, die am Montagabend offiziell wurde: Auch die Vertreter stimmten einstimmig für die Doppelnutzung.

Entwurf des Architekturbüros Berghöfer: das neue Feuerwehrhaus in Buchenberg.

„Das ist keine leichtfertige Entscheidung“, sagte Volker König, Fraktionsvorsitzender der SPD, in der Videokonferenz, „doch 75 000 Euro mehr sind machbar und sorgen für ein vereinsaktives Leben.“

Das bestätigte auch Heinrich Heidel, Fraktionschef der FDP. Er sei für die Erweiterung, vor allem weil man damit die Problematik des sanierungsbedürftigen Dorfgemeinschaftshauses lösen könne. „Nun gilt es schnell zu handeln, um die Fördergelder zu erhalten“, so Heidel.

Das bekräftigte Hans-Joachim Dohl, der die Freien Wähler anführt: „Die Feuerwehren müssen bekommen, was sie brauchen.“ Der Neubau sei notwendig, auch mit Blick auf die Erweiterung. „Nachhaltig und verantwortbar, die Freien Wähler sind der Meinung: Ja“, betonte er. Obwohl die Entscheidung aufgrund des „hohen Preisschildes“ keine leichte sei, wäre der Zeitpunkt mit Blick auf die niedrigen Zinssätze und die zugesagte Eigenleistung der örtlichen Vereine der richtige.

Die hohen Kosten thematisierte auch Susanne Kubat, Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste. „Wenn klar ist, dass das Objekt kein Präzedenzfall ist, stimmen wir zu.“

Von einer guten Doppellösung sprach der Vöhler Bürgermeister Karsten Kalhöfer. Das DGH in Buchenberg bleibe alt, daher sei eine Erweiterung des Feuerwehrhauses sinnvoll. Außerdem sei dies ein klares Zeichen an die Feuerwehren. „Sie sind sehr wichtig für uns, was wir mit dieser Modernisierung deutlich machen.“ (sk)

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