Rund um die Uhr einsatzbereit

Neue Rettungswache in Herzhausen geht Montag an den Start

Vöhl-Herzhausen. Noch stapeln sich viele Kartons und Möbelteile in den Räumen der neuen Rettungswache von Promedica in Herzhausen. In den kommenden Tagen nutzen die Mitarbeiter jede freie Minute, alles an den richtigen Platz zu bringen. Denn am Montag, 1. Januar, geht es los. Ab dann wird 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, die neue Wache besetzt sein.

Noch stehen zahlreiche Kisten und Regale in der Fahrzeughalle. Dort wird in den nächsten Tagen der Rettungswagen seinen Platz finden. Rund 230 000 Euro hat die Anschaffung des neuen Fahrzeugs gekostet. Die Besonderheit: Die Trage lässt sich elektrisch bewegen. Ob heben, senken oder in den Wagen ziehen: Alles lässt sich per Knopfdruck steuern. „Das ist rückenschonend“, sagt Andreas Heuser, Leiter der Promedica-Wachen in Herzhausen und Sachsenhausen.

Die restliche Ausstattung – unter anderem EKG, Defibrillator und Beatmungsgerät – ist wie die der anderen Rettungswagen im Landkreis. Zwei Mitarbeiter – mindestens ein Notfallsanitäter und meist noch ein Rettungssanitäter – werden stets vor Ort sein. Unterstützt werden sie häufig von einem Azubi. Die insgesamt 18 fest angestellten Mitarbeiter von Promedica werden künftig rotieren, mal in Sachsenhausen und mal in Herzhausen arbeiten, erklärt Heuser.

220 Quadratmeter groß

In dem einstöckigen, gut 220 Quadratmeter großen Gebäude an der Bundesstraße mitten in Herzhausen gibt es mehrere Rückzugsräume für die Einsatzkräfte. Neben einer voll eingerichteten Küche, in der es auch eine Sofaecke gibt, stehen drei Ruheräume samt Betten zur Verfügung. Dorthin können sich die Mitarbeiter zurückziehen, wenn sie nicht im Einsatz sind, Büro- oder Lagerarbeiten erledigen. Außerdem gibt es Herren- und Damenumkleiden, ein kleines Büro und Toiletten.

Kommen die Retter von einem Einsatz zurück, gibt es einen festen Ablauf, sagt Heuser. Der Rettungswagen wird geparkt und sogleich wieder aufbereitet. Das heißt: Desinfizieren und Materialien wieder auffüllen. „Der Wagen muss sofort wieder einsatzfähig sein.“ Neben einem Lager gibt es auch einen Desinfektionsraum in der neuen Rettungswache. Alle genutzten Materialien werden dort für Einsätze vorbereitet.

Erst danach geht es für die Mitarbeiter durch die Schleuse. Die benutzte Einsatzkleidung wird dort ausgezogen und in einen separaten Raum gelegt. Dort wird sie einmal wöchentlich von einem Wäschedienst abgeholt. Die Einsatzkräfte gehen dann duschen und ziehen sich frische Kleidung an.

Fristen verbessern

In Vöhl, Lichtenfels und Frankenau werden die Retter künftig im Einsatz sein. Sollten die Ressourcen in den angrenzenden Städten und Gemeinden erschöpft sein, kann es auch mal nach Korbach oder Frankenberg gehen, sagt Andreas Heuser. Zu Engpässen kann es aber nicht kommen, sagt er. Die Leitstelle könne über GPS schnell sehen, wo welche Fahrzeuge im Einsatz seien. Alarmiert werde dann das nächste freie Fahrzeug in der Nähe. 

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