Gruppe „Historische Campingfahrzeuge“ trifft sich auf Herzhäuser Campingplatz Teichmann  

„Ostertreffen 2.0“ am Edersee: Ein Zuhause auf Rädern

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  „Ostertreffen 2.0“: Eike Hecker (2. von links) ist mit einer rollenden Rarität unterwegs – von seiner Langversion des L300 existieren nur noch fünf Fahrzeuge.

Vöhl-Herzhausen – Ein gemütliches Zuhause auf Rädern: Zum „Ostertreffen 2.0“ kamen Mitglieder der Facebook-Gruppe „Historische Campingfahrzeuge“ erstmals am Edersee zusammen.

Auf dem Campingplatz Teichmann bei Herzhausen präsentierten 180 Fahrerinnen und Fahrer ihre Old- und Youngtimer – vom einfachen Wohnwagen bis hin zur Luxusunterkunft auf Rädern war alles vertreten.

„Wir haben inzwischen rund 1200 Mitglieder“, sagt Mitorganisator Helmut Methner aus Schortens (Friesland). Der Edersee sei gewählt worden, weil er in der Mitte Deutschlands liege und die Anreise für alle fair sei. Das älteste Fahrzeug war ein ERIBA-Touring Puck von Hymer aus dem Jahr 1962. Ein Hingucker war die Langversion des Mitsubishi L300 mit 4,78 Metern. „Er ist 33 Jahre alt und es sind nur noch vier oder fünf zugelassen“, sagt Besitzer Eike Hecker, dessen Vater die Standardversion besitzt.

Thomas und Caren Lückel sind mit ihrem Niesmann+Bischoff Clouliner 800 aus Bad Berleburg angereist. Das Luxusmobil ist 8,30 Meter lang und verfügt zum Beispiel über eine Solaranlage, eine Fußbodenheizung und kann 600 Liter Wasser aufnehmen. „Man ist unabhängig und muss nicht auf einen Campingplatz“, sagt Thomas Lückel. Mehrere Wochen Norwegen, auch bei Kälte, seien kein Problem.

Nächstes Treffen wird schon geplant

„Wir haben hier auch ein außergewöhnliches Fahrzeug“, sagt Mitorganisator Oliver Merkel und deutet auf einen Heku Car-Camp (1989), der auf einem Opel Astra F aufgebaut ist. Es würden nur noch 13 Stück von ehemals 300 gebauten Exemplaren existieren. Karosseriefachmann Wolfgang Schindler aus Mettmann hat für seinen Orion 600Q (1985) einen Anhänger aus einem Renault R4 angefertigt. „Bei dem Wohnmobil ist noch alles Original“, sagt er voller Stolz.

Auch die Gemeinschaft wurde beim Treffen gepflegt. Am Samstagabend heizten die „Mad Meddows“ mit Countrymusik ein. Ein Erlebnis war das Ostersonntagsfrühstück, bei dem Rührei in einer Riesenpfanne über offenem Feuer gebraten wurde, am Abend gab es massenhaft Kartoffelpuffer.

Das Organisatoren-Team plant bereits eine Neuauflage des Treffens am Edersee. „Wir haben uns hier von Anfang an richtig wohl gefühlt“, betont Helmut Methner gegenüber der WLZ. (nz)

Fotos: Historische Campingfahrzeuge am Edersee

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