Weihnachtskonzert begeistert Publikum

Paul Hoorn kehrt in die Vöhler Synagoge zurück

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Paul Hoorn, Michael Manz und Karolina Petrova waren in der Vöhler Synagoge zu Gast.

Vor begeistertem Publikum spielten Paul Hoorn, Michael Manz und Karolina Petrova in der Vöhler Synagoge ihr Programm "Von Fremde der Heimat und Heimat der Fremde".

Die Heiligen Drei Könige kamen am Nikolausvorabend nicht nach Vöhl, stattdessen drei Multiinstrumentalisten mit Liedern in elf Sprachen in die Alte Synagoge. „Von Fremde der Heimat und der Heimat der Fremde“ lautete der Untertitel des Programms mit Liedern und Geschichten zu Advent und Weihnacht von Paul Hoorn, Michael Manz und Karolina Petrova. Ketzerisches Oratorium Mit seinem ketzerischen globalen Weihnachtsoratorium in der Tradition des Blauen Einhorns brachte das Trio die Zuhörer in der voll besetzten Alten Synagoge zum Nachdenken und auch zum Schmunzeln. In der Rolle des Evangelisten, der sich nur aufs Lukas-Evangelium beschränkt, verband Paul Hoorn die Auswahl von Liedern um den Erlösermythos aus elf Sprachen, die er im Verlauf seiner Introduktionen strophenweise übersetzte oder auch bewusst von der Tradition absetzte.

Etwa bei der Vorstellung des Titels „Maria im Dornwald“, der, im Gegensatz zum von Karolina Petrova gesungenen Kirchenlied, keine glücklich überwundene und verzauberte Durchgangsstation, sondern das allgegenwärtige Elend und den ständig gefährdeten Status der Flüchtlinge symbolisiert. Mit Klavier, Akkordeon und seinem Markenzeichen, der Flötentröte Chalumeau, bestreitet Paul Hoorn seinen instrumentalen Beitrag zum vielseitigen Klangbild. (ahi)

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung am Mittwoch, 9. Dezember.

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