Betrieb soll spätestens im Januar 2020 beginnen - Arbeitsplätze entstehen

Rektol investiert vier Millionen Euro in Dorfitter

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Rektol-Geschäftsführer Jochen Pohlmann (links) und Bürgermeister Matthias Stappert.

Vöhl-Dorfitter – Vor einigen Wochen haben die Bauarbeiten für das Rektol-Werk in Dorfitter begonnen, für September ist der Einzug geplant und ab spätestens 1. Januar 2020 soll die Produktion beginnen.

Insgesamt investiert der Korbacher Schmierstoffhersteller in Dorfitter rund vier Millionen Euro.

10 000 Quadratmeter groß ist die Gesamtfläche „Auf dem Hagendorf“ am Ortsrand, auf der derzeit die Bagger rollen. Auf 2100 Quadratmetern davon wird später gearbeitet: in einer Produktionshalle und auf Lagerflächen. „Und eigentlich ist es jetzt schon wieder zu klein“, sagt Rektol-Geschäftsführer Jochen Pohlmann. Weil das Genehmigungsverfahren im Rahmen des Bundes-Immisionsschutzgesetzes mehr Zeit als geplant beansprucht hatte, kommen schon jetzt Aufträge rein, die für das neue Werk akquiriert wurden, so Pohlmann.

Lager für 800.000 Liter

Ende des Jahres, spätestens im Januar kommenden Jahres, werden die Maschinen in Dorfitter dann laufen, die ab Herbst installiert werden sollen. Die Technik sei dieselbe wie im Stammwerk in Korbach, es werde alles nur eine Nummer größer, erklärt Pohlmann. Die Einwohner von Dorfitter sollen von der Schmierölproduktion fast nichts mitbekommen: Schall entstehe nur zwischen 7 und 16 Uhr durch Lkw-Verkehr. In der Produktion selbst würden die Rührwerke durch E-Motoren betrieben, die vollautomatisierte Abfüllstraße durch Luftdruck. Zudem sei die Produktionshalle schallisoliert. Auch Licht- und Luftemissionen werde es nicht geben. Zu möglichen Beeinträchtigungen habe es im Genehmigungsverfahren einige Gutachten gegeben. Gelagert werden die Stoffe in acht großen Tanks, die in zwei Geschossen gestapelt werden. Jeder Tank fasst 100 000 Liter. Die Stoffe seien ungefährlich, so Pohlmann.

Der Rektol-Stammsitz in Korbach

Zum Jahreswechsel ziehen 18 Mitarbeiter aus Korbach nach Dorfitter um, zwölf von ihnen seien neu eingestellt worden und würden bereits jetzt eingearbeitet, sagt Jochen Pohlmann. Sie seien überwiegend aus der Gemeinde Vöhl. Weitere Neueinstellungen wird es geben, denn bis Ende 2020 sollen 24 Mitarbeiter im Werk arbeiten, später einmal 33 in drei Schichten. Deutlich steigen sollen dann auch die Umsatzzahlen. Derzeit mache die Pohlmann-Gruppe, zu der auch Rektol gehört, einen Umsatz von acht Millionen Euro jährlich. Mit der Produktion in Dorfitter sollen daraus 16 Millionen Euro jedes Jahr werden.

"Für Gemeinde ein Sechser im Lotto"

„Es ist toll, dass sich ein solches Unternehmen hier ansiedelt“, sagt Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert. „Für die Gemeinde Vöhl ist das ein Sechser im Lotto.“ Die Ansiedlung stärke den Gewerbestandort und das sei wichtig für die Zukunft der Gemeinde. Zudem würden Arbeitsplätze entstehen.

Vöhl hatte rund 330 000 Euro investiert, um große Löschwasserzisternen „Auf dem Hagendorf“ zu installieren.

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