Christine Hoffmann fertigt Ringe, Ketten & Co. mit einem Stück vom Edersee

Jahrhunderte alte Schlacke aus dem Edersee wird zu Schmuck

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Konzentriert: Christine Hoffmann am Arbeitsplatz in ihrer Werkstatt. Dort werden aus den geschliffenen Schlackesteinen Schmuckstücke.

Mitunter jahrhundertelang hat die Schlacke im Edersee gelegen, jetzt macht Christine Hoffmann Schmuck daraus.

Die Herzhäuser Designerin und Goldschmiedin fertigt aus den Überresten der Erzverhüttung in Berich Steine für Ringe, Ketten und Ohrringe an.

Die Stücke, die aus der Schlacke entstehen, nennt Christine Hoffmann Ederseelchen. Denn in jedem stecke etwas vom Edersee, in dem sie so lange lagen, sagt sie. Die einen Steine schimmern am Ende grünlich, andere eher grau, sehr selten gebe es auch blaue mit Silberanteil, sagt sie.

Ursprung: Hoffmann mit einem Schlackestein.

Durch Zufall ist sie 2003 bei einem Spaziergang im leeren Edersee auf Schlackesteine gestoßen – und hat einfach mal einige Exemplare mitgenommen. „Ich fand es so schön, wie sich das Licht darin spiegelte.“ Ein Steinschleifer bearbeitete die Schlacke zunächst, anschließend machte sie die Herzhäuserin zu Schmuck, setzte sie in Ringe und Ketten ein oder formte sie zu Schlüsselanhängern.

Auf die Persönlichkeit des Trägers zugeschnitten

Seitdem sind unzählige Schmuckstücke oder auch Glücksbringer entstanden, die im Kern ein Stück Heimat in sich tragen. In Silber oder Gold fasst sie die Schmuckstücke ein, die sie meist im Auftrag fertigt. Denn, so sagt sie, nicht zu jedem Menschen passe jeder Stein. Jedes Schmuckstück soll auf die Persönlichkeit des Trägers zugeschnitten sein. Und weil generell jeder Schlackestein anders sei, entstünden so immer Unikate, sagt die 54-Jährige. Einige werden mittlerweile schon in England, Kanada und Österreich getragen.

Fertig bearbeitet sind aus den Schlacke-Steinen Kettenanhänger, Ohrringe oder Schlüsselanhänger geworden.

Seit 2010 hat Christine Hoffmann eine Werkstatt in Herzhausen, zuvor war sie bereits 15 Jahre als Goldschmiedin selbstständig an der Nordsee, arbeitete aber auch nach ihrem Designdiplom einige Jahre in den USA und in Kanada. Doch es zog sie zurück in die Heimat. In ihrer kleinen Werkstatt in der Blumenstraße 16 in Herzhausen können Interessierte einige fertige Exemplare begutachten. Wer vorbeikommen möchte, meldet sich am besten vorher telefonisch an unter 05635/991204.

Weitere Informationen und Kontakt gibt es hier.

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