Außergewöhnlich unspektakulär

Schmittlotheim präsentiert sich als „Dolles Dorf“ für die Hessenschau

Zum Ende des Tages gab es für alle Schafsbratwürstchen, zubereitet auf dem offenen Grill.  Foto: Nadja Zecher-Christ

Vöhl-Schmittlotheim. In aller Windeseile haben die Schmittlotheimer am Freitag für das HR-Fernsehen ein tolles Programm zusammengestellt. Am Abend zuvor war der Ort in der Hessenschau als „Dolles Dorf“ aus der Lostrommel gezogen worden, was bedeutete, dass das Fernsehteam am nächsten Tag für den beliebten Wettbewerb ein Portrait über den Vöhler Ortsteil drehen wollte.

Ortsvorsteherin Kerstin Ziegler fiel aus allen Wolken, als sie davon hörte, sie hatte die Hessenschau an diesem Abend selbst nicht gesehen. Die Resonanz im Dorf war groß: Rund 50 Leute kamen noch am Abend ins Gasthaus „Zum Elsebach“ und stellten bis nachts um halb eins ein Programm auf die Beine. Gestern begutachtete das Fernseh-Team zunächst die Tore zum Nationalpark. Die Reporter bekamen die Aue-Brücke präsentiert, an der seltene Flechten wachsen. Das Kamerateam filmte die Ederbrücke und genoss die idyllische Aussicht am Hagenstein. Am Schneidersberg zündete der Schützenverein eine Kanone. Es folgte eine Weinprobe bei Anton Green, der Wein für den Eigenbedarf keltert. „Es war ein schöner Schorle-Wein“, sagte HR-Reporter Ekkehard Drewes. Rolf Zölzer erklärte, wie man Flusskrebse in einem Käfig fängt. Die Schmittlotheimer Berghirten trieben die seltenen Soay-Schafe vom Sommer- ins Winterquartier. „Es war auf eine sehr angenehme Art außergewöhnlich unspektakulär“, sagte Drewes. Es seien keine übertriebenen Aktionen geboten, sondern nur die typischen Merkmale des Dorfes vorgestellt worden. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Imbiss, bei dem die Landfrauen Kaffee und Waffeln servierten und der Ortsbeirat Schafsbratwürstchen auf dem offenen Grill briet. „Alle haben mitgemacht“, freute sich auch Ortsvorsteherin Kerstin Ziegler. (nz)

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