Risse an drei Gebäuden festgestellt - 1,2 Millionen Euro Kosten

Camp Harbshausen: Bauarbeiten an Gästehäusern laufen

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Mit einem großen Bohrer werden fünf Meter tiefe Löcher in die Hänge unter die Häuser getrieben. Dort werden Anker angebracht, um die Gebäude zu sichern. 

Vöhl-Harbshausen – An Übernachtungshäusern im Sport-, Natur- und Erlebniscamp in Harbshausen wurden Risse festgestellt, deswegen wurden die Häuser für dieses Jahr geschlossen. Jetzt haben die Bauarbeiten begonnen.

Ab April sollen wieder die ersten Gäste kommen. Mit einem großen Bohrer werden derzeit gut fünf Meter tiefe Löcher in den Hang unterhalb eines jeden Hauses gebohrt. Auch wenn Risse lediglich an dreien der zehn Häuser festgestellt wurden, hat sich die Camp-Leitung um Holger Gertel dazu entschieden, überall nachzubessern. „Früher oder später hätten wir überall ran gemusst“, sagt Gertel.

Denn: Das Regenwasser der im Jahr 2006 gebauten Häuser wurde an allen Gebäuden nicht richtig abgeleitet. Es sickerte in den Hang, das Erdreich wurde dadurch weicher.

Nun werden Anker gesetzt, Stahl mit Beton ummantelt, und über eine Betonplatte an die Übernachtungshäuser angebunden. An gleich zwei Stellen wird das Fundament der Häuser gesichert. Das sorgt in Zukunft für die nötige Stabilität der Häuser am Hang. Ende Dezember, so der Zeitplan, sollen die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sein. Bis Ende März ist dann laut Planung auch der Feinschliff gemacht. Ab Mitte April gibt es dann bereits die erste Vollbelegung der Häuser. „Wir werden den Zeitplan also einhalten werden müssen.“

Alle Gruppen umgebucht

Rund 1,2 Millionen Euro wird die gesamte Maßnahme kosten, „wahrscheinlich werden wir aber sogar etwas darunter bleiben“, so der Camp-Leiter. Gesichert sei die Finanzierung bereits. Der Landessportbund, aber auch das Land werden die Kosten übernehmen. Bei der Beantragung habe ihn die Kreisverwaltung sehr unterstützt, sagt Gertel. Die Firma, die damals die Häuser baute, könne man nicht heranziehen. Für Regressforderungen sei der Bau zu alt, sagt Gertel. Zudem gebe es den Betrieb gar nicht mehr.

Alle Gruppen wurden umgebucht

Alle Gruppen, die bereits gebucht hatten, wurden Anfang des Jahres innerhalb von gut 14 Tagen in andere Häuser rund um den Edersee umgebucht, aber auch in andere Bildungsstätten des Landessportbunds. Insgesamt 15.000 Übernachtungen seien es für diese Saison gewesen, sagt Holger Gertel. „Für 98 Prozent haben wir eine Alternative gefunden und 90 Prozent haben diese auch angenommen.“

Für alle in der näheren Umgebung konnte damit auch das gebuchte Programm aufrecht erhalten werden. Eine „logistische Meisterleistung“ des gesamten Teams, lobt Holger Gertel. Nicht nur das Programm wird soweit wie möglich durchgezogen, auch gekocht wird für viele der Gruppen in der Küche des Camps. Das fertige Essen wird dann mit Transportern verteilt. Eine Lösung, mit der die allermeisten Gruppen zufrieden sind. Schon jetzt gibt es ein Plus bei den Buchungen für nächstes Jahr.

Bereits in naher Zukunft könnte wieder gebaut werden im Sport-, Natur- und Erlebniscamp. Dann aber, um das Camp zu erweitern. Weil die Nachfrage groß sei, könnte ein weiteres Gästehaus dazu kommen.

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