Gemeinde Vöhl investiert 100 000 Euro – Alle Plätze bereits verkauft

Startschuss für neues Baugebiet in Kirchlotheim

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Start für neues Baugebiet: (von links) Patrick Zarges, Stefan Scheerer von EWF, Ortsbeiratsmitglied Anita Wolf, Bauamtsleiter Volker Ashauer, Bürgermeister Matthias Stappert, Dimitri Zerf und Klaus Gräbe von Gra-Bak und Ortsvorsteher Martin Zarges.

Vöhl-Kirchlotheim. Die Nachfrage nach Bauplätzen im Vöhler Ortsteil Kirchlotheim war da – doch gemeindliche Plätze gab es nicht. In einer „beispielhaften“ Zusammenarbeit hat, wie Bürgermeister Matthias Stappert sagt, nun die Gemeinde zusammen mit dem Ortsbeirat und Privaten vier neue Baugrundstücke ermöglicht. Alle sind bereits verkauft.

Ein gebürtiger Kirchlotheimer, der in seinem Heimatort bauen möchte, hatte den Stein ins Rollen gebracht: Er fragte bei Ortsvorsteher Martin Zarges an, der wiederum die Verwaltung kontaktierte. Dann war klar: Ein Privatmann im Ortskern war noch im Besitz einer größeren Fläche, die bis dato landwirtschaftlich genutzt wurde. Einen Bebauungsplan aus dem Jahr 1971 gab es auch noch.

Nach kurzen Gesprächen mit dem Eigentümer der Fläche war eine Lösung gefunden. Der Eigentümer vermarktete die Flächen selbst, die Gemeinde lässt eine Stichstraße – von der Forststraße kommend – bauen.

Vier Bauplätze, zwischen 700 und 800 Quadratmeter groß, werden entstehen. Alle Plätze sind bereits verkauft, sagte Ortsvorsteher Martin Zarges jetzt. Der Bau der weniger als 50 Meter langen Straße hat bereits begonnen, in spätestens drei Wochen soll sie fertig sein. Rund 100 000 Euro investiert die Gemeinde in den Bau samt Wasser, Abwasser und Beleuchtung. Kurz nach Fertigstellung wird der erste Bauwillige mit dem Bau seines Hauses beginnen.

Vorbild für andere Ortsteile

Dass immer mehr Neubaugebiete an Ortsrändern entstehen, will die Gemeinde möglichst vermeiden. Aus Sicht des Bürgermeisters ist das neue Gebiet in Kirchlotheim, das mitten im Ort liegt, eine gute Lösung. Die Bebauung sei Innenentwicklung, so Stappert. Immer mal wieder würden Ortsbeiräte an ihn herantreten mit der Bitte, neue Baugebiete auszuweisen. „Gerade in den kleineren Orten fehlt es daran.“ Doch in der Gemeinde insgesamt gebe es genug Platz für Neubauten.

Die Zusammenarbeit zwischen Ortsbeirat, Gemeinde und Privaten, so wie sie in Kirchlotheim lief, könne auch in anderen Vöhler Ortsteilen funktionieren, so Stappert.

Der Bebauungsplan wurde auf den neuesten Stand gebracht und die Gestaltungsmöglichkeiten für die Bauherren erweitert. So ist die First-richtung jetzt nicht mehr vorgegeben, auch die Dachneigung ist variabler.

Der Name der neuen Straße steht noch nicht endgültig fest. Die Anwohner wünschen sich „Am Nationalpark“. Letztlich wird die Gemeindevertretung darüber entscheiden.

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